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Walderlebnistag: 140 Grundschüler erkunden das Malenter Wildgehege

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 15:15 Uhr

„Die sind ja niedlich“, rufen die Mädchen, als sie die Frischlinge im Gatter entdecken, die allesamt zum Zaun stürmen, in der Hoffnung, gleich gibt es etwas zu essen. „Bloß nicht die Finger reinstecken“, warnt ein Jäger. Einige Kinder machen es trotzdem. Es ist exemplarisch für das, was Jäger Peter Heins vom Hegering Malente am Rande des kreisweiten Walderlebnistages gestern erzählt: „Viele Kinder wissen doch gar nichts mehr über den richtigen Umgang mit dem Wild oder das Verhalten im Wald. Viele denken auch, dass das Reh das Kind vom Hirsch ist.“ Ganz unschuldig ist Walt Disney daran wohl nicht, hat Bambi doch einen gezeichneten Vater, dessen Kopfschmuck eher dem des Rotwildes als des Rehwildes gleicht.

Sichtlich motiviert waren etwa 140 Viertklässler aus den Grundschulen in Malente, Süsel und Hutzfeld. „Außerschulische Lernorte hinterlassen bei den Kindern einen immensen Lernerfolg. Es ist zwar immer ein logistischer Aufwand. Um so wichtiger ist es aber, das Vereine hinter solchen Projekten stehen und das so gut organisieren“, sagt Florian Dietrich, Referendar an der Süseler Grundschule.

Es gab verschiedenste Stationen zu heimischen Wildarten, Fledermäusen, Vögeln, Jagdhunden und jagdlichem Brauchtum. So erklärte Andreas Pfotenhauer die verschiedenen Jagdsignale, die Jäger auf den Jagdhörnern zur Verständigung spielen, und dass das Wild nach einer Jagd verblasen werde. Das heißt: „Ein Lied zu Ehren des Tieres auf einem Jagdhorn spielen.“

Die Kinder hatten sichtlich Spaß beim Lernen in der Natur: „Wir haben einen richtigen Hirsch gesehen“, sagte Nick (10). Und Lehrer Dietrich ergänzte: „Das ist eben das Schöne am Wildgehege: Wenn wir mit den Kindern in den Wald gehen, sehen wir eher keine Tiere. Hier können wir so viele auf dichtem Raum beobachten.“

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