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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 22:58 Uhr

Malente : Wald-Kita: ASB springt ab

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde will bisherigen Trägerverein im zweiten Anlauf an Entscheidung über künftigen Träger für die „Kleine Räuberbande“ beteiligen.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 11:00 Uhr

Die Gemeinde Malente nimmt einen neuen Anlauf, um einen neuen Trägerverein für den Waldkindergarten „kleine Räuberbande“ im Bergengehölz zu finden. Dabei gab es für die etwa 20 anwesenden Eltern, die am Montagabend zur Sitzung des Sozialausschusses gekommen waren, eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die gute: Anders als beim gescheiterten ersten Versuch soll der bisherige ehrenamtlich geführte Trägerverein in die Auswahl eines künftigen, professionellen Trägers eingebunden werden. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dafür ein Komitee ins Leben zu rufen, in dem neben Vertretern der Verwaltung und der Fraktionen auch zwei Vereinsvertreter sowie – auf Anregung der stellvertretenden Vorsitzenden des Trägerverein, Britta Paulsen – der Paritätische Wohlfahrtsverband vertreten sein sollen.

Die schlechte Nachricht verkündete Bürgermeisterin Tanja Rönck gleich zu Beginn der Sitzung: „Der ASB hat mitgeteilt, dass er sein Angebot zurückziehen will“, erklärte die Verwaltungschefin. Verein und Eltern hatten sich von Beginn an für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ausgesprochen, auch weil dieser in ihren Augen das beste Konzept für eine Fortführung der Wald-Kita – besonders mit Blick auf die kalten Wintermonate – präsentiert habe, wie Kita-Leiterin Annekathrin Stoltenberg noch einmal betonte. Der Sozialausschuss hatte sich jedoch Anfang Mai für den Kieler Verein „Pädiko“ entschieden, der sich schließlich aufgrund des Widerstands des Trägervereins und der Eltern zurückzog (wir berichteten). Zu den drei Bewerbern gehörte auch der Kinderschutzbund Ostholstein.

Dagmar Nöh-Schüren, Fraktionschefin der Bürger-Innen für Malente – lastete den ASB-Rückzug der Gemeinde an: „Es ist genau das eingetreten, was der Wald-Kindergarten befürchtet hat.“ Der ASB habe mit der Aufstellung eines Containers auf einem ihm gehörenden Grundstück am Bergengehölz als einziger Träger eine Lösung präsentiert, wie die Wald-Kita künftig besser über die Wintermonate komme. Nun müsse die Gemeinde sagen, wie sie die Kita in diesem Punkt unterstützen wolle, forderte Nöh-Schüren. Ausschussvorsitzende Karin Bröhl (FWM) versicherte zwar, diese Thematik solle im Komitee behandelt werden, doch das reichte Nöh-Schüren nicht. Auf ihr Drängen hin wurde das Thema Container auch im Beschlussvorschlag fixiert.

Mündlich sagte Karin Bröhl auf Nachfrage einer Mutter zu, dass die Gemeinde das Gespräch mit dem ASB suchen werde. „Wir werden auf jeden Fall mit denen reden“, kündigte sie an. Dies sei trotz des beabsichtigten erneuten Auswahlverfahrens unschädlich, versicherte Tanja Rönck. Denn anders als in der Verwaltungsvorlage vorgeschlagen, soll es nun keine Ausschreibung geben. Die sei nicht nötig, erklärte Tanja Rönck. Es reiche eine freihändige Vergabe.

Doch auch das abgespeckte Vergabeverfahren lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Tanja Rönck sprach auf Nachfrage von drei bis vier Monaten und nannte dies einen überschaubaren Zeitraum.

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