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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 13:45 Uhr

Wahre Freunde der Johanniskirche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der knapp 140 Mitglieder zählende Förderverein der 330 Jahre alten Kirche feierte zehnjähriges Bestehen. Mit den AUßenanlagen hat der Verein das nächste Projekt im Blick.

von
erstellt am 21.Sep.2015 | 17:00 Uhr

„Wir wollten ein Drittel der auf 70  000 Euro geschätzten Sanierungskosten aufbringen,“ erinnert sich Pastor a.D. Friedrich Wackernagel an die Geburt des Fördervereines Johanniskirche. Zehn Jahre später präsentiert Schatzmeister Bernd Poppinga zur Feierstunde im Museum ganz andere Zahlen: Die Sanierung des 1685 gebauten Fachwerk-Gotteshauses hat 323  000 Euro gekostet, von denen der Förderverein fast 80  000 übernommen hat. Weiteren 20  000 Euro wurden für Einrichtungsgegenständen spendiert. Die Feierstunde im Museum schloss sich gestern einem Gottesdienst in der Kirche an, den Wackernagel zusammen mit Pastorin Anke Pfeifer gestaltete – und der mit 130 Besuchern die Kapazität der Kirche ausreizten. Bei der Verkündung des Zwecks der Kollekte wurde klar, dass der Förderverein noch lange nicht „ausgedient“ hat: Für die auf etwa 1000 Euro geschätzte Aufarbeitung von Altar-Vorhängen (Antependien) aus dem 19. Jahrhundert landeten 500 Euro im Klingelbeutel. „Das ist fantastisch“, freute sich Wackernagel.

Ein „dickerer Brocken“ wird der dritte Bauabschnitt, die Neugestaltung der Außenanlagen mit neuen Wegen und der Aufarbeitung des historischen Friedhofes: Das werde um die 100  000 Euro kosten, sagt Wackernagel. Aber auch das wird für den fast 140 Mitglieder zählenden Verein kein unerreichbares Ziel bleiben: 70  000 Euro sind noch auf dem Konto. „Die reichen aber nicht“, merkte Poppinga an, „wir müssen noch Geld einnehmen.“

Seit seiner Gründung hat der Förderverein, wie Poppinga ausführte, fast 175  000 Euro erwirtschaftet. Größte Quellen waren Spenden (rund 93  000 Euro), Mitgliedsbeiträge (35  000), Spenden von Kirchenbesuchern (21  000) und Erlöse aus Veranstaltungen (18  000).

Aber Geld ist bei weitem nicht alles, um das sich der Förderverein kümmert: Seit Abschluss der Renovierung ermöglichen ehrenamtliche „Kirchenwächter“ täglich außer montags von 14.30 bis 17.30 Uhr eine Besichtigung des Hauses. Eine Reihe von Anekdoten schilderte Carla Wachernagel: Von den bayrischen Besucher, die fragten, ob sie in der Kirche singen dürften, obwohl sie Katholiken sind, bis zu dem jungen Schüler, der beim Blick auf Tafeln mit den Liednummern und Strophenangaben fragte: „Muss man im Gottesdienst auch Rechenaufgaben lösen?“

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