Ostholstein : Waffen: Kontrollen sind wirksam

Die Kreisverwaltung Eutin  legte den Jahresbericht über die Waffenkontrolle vor.
Die Kreisverwaltung Eutin legte den Jahresbericht über die Waffenkontrolle vor.

Der Kreis Ostholstein legt den Jahresbericht über die Kontrollen der privaten Waffenaufbewahrung vor.

shz.de von
27. Juli 2018, 15:59 Uhr

Die Zahlen des Jahresberichtes 2017 über die Vor-Ort-Kontrollen der sicheren Waffen- und Munitionsaufbewahrung im Kreis Ostholstein zeigen „eine beeindruckende Bilanz und belegen, dass das Konzept im Interesse der Sicherheit aufgeht“, teilte der Kreis mit. Bei den Kontrollen über die Aufbewahrung Waffenaufbewahrungskontrollen steht Ostholstein im landesweiten Vergleich an der Spitze. Seit 2010 kontrolliert der Kreis regelmäßig Waffenbesitzer. Insgesamt wurden bereits 2346 Kontrollen (Stand 31. Dezember 2017) absolviert. Seit 2010 ist der Anteil der Waffenbesitzer um 53 Prozent sowie der Anteil der registrierten Waffen um 17 Prozent gesunken.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 339 sogenannte Vorortkontrollen vorgenommen. In 39 Fällen wurden Beanstandungen bei der Waffenaufbewahrung und beim Abgleich des vorhandenen Waffenbestandes mit dem registrierten Waffenbestand festgestellt. Statistisch betrachtet kam es bei jeder neunten Kontrolle zu einer Beanstandung. Dies entspricht laut Kreisangaben einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um etwa 13 Prozent. „Ein positiver Trend der schon in den letzten Jahren zu beobachten war und sich hoffentlich auch so weiter fortsetzt“, sagt der Kreis.

Aufgrund von gravierenden Mängeln wurden insgesamt 29 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und in sechs Fällen Strafanzeige erstattet. In vier Fällen führte dies auch zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis.

Im vergangenen Jahr wurden bei der Waffenbehörde des Kreises insgesamt 171 Waffen zur Vernichtung abgegeben. Diese Waffen, sowie auch abgegebene Munition, werden regelmäßig an das Landeskriminalamt zur Vernichtung weitergeleitet.

Mit dem 2. Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes vom 30. Juni 2017 wurde in Paragraf 58 Absatz 8 des Waffengesetzes eine auf ein Jahr befristete Strafverzichtsregelung aufgenommen, die es ermöglichte, straffrei illegal besessene Waffen und Munition bei den Waffen und Polizeibehörden abzugeben. Von dieser Regelung wurde in Ostholstein jedoch nur in einem Fall Gebrauch gemacht. Deutlich erfolgreicher hierzu sei laut Kreis die persönliche Ansprache im Rahmen der Waffenaufbewahrungskontrollen zu bewerten.

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