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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 17:37 Uhr

Waffen hingen an der Wohnzimmer-Wand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreis-Mitarbeiter und Kripobeamte starteten sechs überraschende Kontrollen

Die Kreisverwaltung hat erneut Verstöße bei der Aufbewahrung von Waffen festgestellt. Bei vier von sechs von Kreis und Kriminalpolizei gemeinsam aufgesuchten Waffenbesitzern wurden Mängel festgestellt. Landrätin Stephanie Ladwig kündigte weitere Kontrollen an.

„Lediglich in zwei Fällen wurden Waffen und Munition ordnungsgemäß in speziellen Waffenschränken gelagert. Bei den übrigen Kontrollen war die Sicherung unzureichend“, sagte Ladwig. Bei drei Waffenbesitzern sei gar kein Aufbewahrungsbehältnis vorhanden gewesen. Ladwig: „Die Waffen lagerten zum Teil im unverschlossenen Wohnzimmer- oder Schlafzimmerschrank.“

In einem besonderen Fall seien zwei Waffen von den Kreismitarbeitern und der Polizei sogar an einer Wohnzimmerwand entdeckt worden. Die Waffen seien dort zur Dekoration angebracht worden. Noch schlimmer: Eine davon sei zudem nicht registriert gewesen, zeigte sich die Landrätin über das Ergebnis der Überprüfungen erschrocken.

„Ich finde es unverantwortlich, die Waffen derart ungesichert aufzubewahren und möchte mir nicht vorstellen, was alles passieren kann, wenn diese in die falschen Hände geraten.“ Das Problem ist allerdings nicht neu: In den vergangen Jahren haben stichprobenartige Kontrollen im Kreis Plön immer wieder ergeben, dass zum Teil massiv gegen die Aufbewahrungsvorschriften für Schusswaffen verstoßen wird.

Verstöße gegen das Waffengesetz können zur Einleitung von Ordnungswidrigkeiten- aber auch Strafverfahren führen. Die Missachtung der Aufbewahrungsvorschriften für Waffen können zum Widerruf von waffen- wie auch jagdrechtlichen Erlaubnissen führen.

Erfreulich ist, dass 2015 über 200 nicht benötigte Schusswaffen insbesondere von Altbesitzern und Erben freiwillig zur Vernichtung bei der Waffenbehörde abgegeben wurden. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so die Landrätin. Sie hoffe, dass viele Waffenbesitzer diesem Beispiel folgten und ihre Mitarbeiter bei künftigen Kontrollen erfreulichere Ergebnisse erzielten.

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erstellt am 13.Apr.2016 | 15:01 Uhr

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