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Kreisberufsschule : Wärmeleitungen an der KBS defekt – vermutlich kein Schulausfall

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auf einer Länge von 68 Metern verlegen Handwerker neue Rohre. Die Kreisverwaltung rechnet mit Kosten von rund 50000 Euro.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Für Fabian Evers ist die Baustelle zu einer ganz persönlichen Herausforderung geworden. Um die defekten Fernwärmerohre auf dem Schulhof der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein (KBS) in Eutin freizulegen, rückten der Arbeiter und seine Kollegen des Fiss-auer Tiefbaubetriebes Hein mit einem Bagger an. „Der ist aber zu hoch für die Eingangstür der Schule, deshalb arbeiten wir jetzt mit einem 40 Jahre alten Bagger, den wir sonst gar nicht mehr benutzen.“ Zuvor musste dieser aber noch vom firmeneigenen Schlosser repariert werden, um überhaupt einsatzbereit zu sein.

Von diesen anfänglichen Schwierigkeiten ließen sich Evers und seine rund zehn Kollegen, die auch von der Eutiner Firma Cobobes stammen, nicht beeindrucken. „Bis zum Ende der Woche wollen wir wie geplant fertig sein – und das ist machbar“, sagte Hein-Arbeiter Jan Schmidt.

Über diese Aussage dürfte sich KBS-Schulleiter Carsten Ingwertsen-Martensen freuen. Er will nach der Rückkehr aus seinem Urlaub am Donnerstag entscheiden, ob für Teile des Beruflichen Gymnasiums die Herbstferien gezwungenermaßen verlängert werden. Die enden am Wochenende. „Im Trakt des Beruflichen Gymnasiums gibt es einige Räume, die wir wegen der kaputten Leitung nicht beheizen können“, begründete Hausmeister André Lefens den möglichen Schulausfall. „Wenn der Defekt außerhalb der Ferien aufgetreten wäre, hätte es erhebliche Auswirkungen auf den Unterricht gegeben, daran will ich gar nicht denken.“

Insofern kann die KBS von Glück im Unglück reden. Denn die Leitungen sind schon seit geraumer Zeit kaputt, wie sich herausstellte. „Am vergangenen Freitag haben mich die Stadtwerke informiert, weil sie angezeigt bekommen haben, dass über 100 Kubikmeter Wasser aus den Leitungen entwichen sind“, sagte Lefens. Von den Eutiner Stadtwerken bezieht die Schule die Wärmeenergie. Lefens: „Zusammen mit Mitarbeitern von Cobobes habe ich umgehend nach dem Loch gesucht.“ Dabei stellten sie fest, dass die 49 Jahre alten Rohre aus Altersgründen an etlichen Stellen kaputt waren. Daher nahmen die Handwerker noch am selben Tag ihre Arbeit auf.

Allein auf dem Schulhof verlegen sie auf einer Länge von 38 Metern mit einer Kunststoffschicht verkleidete Rohre mit einem 100-Millimeter-Durchmesser. „Da die Rohre unter dem Schulgebäude bis in den Keller verlaufen, müssen wir die neuen Leitungen überirdisch vom Schulhof zum Keller verlegen“, erklärte der Hausmeister. Die Rohre sollen auf einer Länge von 30 Metern unter der Deckenverkleidung in den Keller geführt werden. „Die neuen Rohre halten etwa 70 Jahre“, mutmaßte er.

Diese Investition lässt sich der Kreis voraussichtlich rund 50 000 Euro kosten. „Endgültig ist der Betrag aber nicht, denn wir haben noch nicht alle Kostenvoranschläge vorliegen“, sagte der zuständige stellvertretende Fachdienstleiter Thorsten Peters.

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