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W-Lan und traditioneller Stil im Café „Kännchen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 20:03 Uhr

In den ersten drei Monaten seines Bestehens hat es sich schon eine treue Stammkundschaft erarbeitet: Das Café „Kännchen“, das die Malenter David Kardell (43) und Andreas Endler (38) in der Bahnhofstraße 36 im ehemaligen Juwelierladen „von Wicht“ eröffnet haben. „Wir wollten ein Café im traditionellen Stil“, sagt Endler. Im liebevoll eingerichteten Ambiente steht deshalb auch ein Klavier, an dem von Zeit zu Zeit ein Pianist zur Unterhaltung der Gäste spielt.

Das Herzstück sind jedoch frisch gemahlener Kaffee und vor allem die Torten. „Dafür haben wir extra eine Konditorin eingestellt.“ Karina Hoffmeyer sorgt dafür, dass die Gäste täglich die Wahl unter vier, je nach Saison wechselnden Sorten haben. Daneben gibt es auch Frühstück und kleinere warme Speisen wie Quiche Lorraine, selbstgemachte Suppen, überbackene Baguettes oder „Strammer Max“. Grundsätzlich legen Kardell und Endler wert auf natürliche Zutaten. Die „Demeter“-Brötchen stammen beispielsweise von der „Lebens- und Werkgemeinschaften Grebinsrade“ in Martensrade (Kreis Plön). Um Müll zu vermeiden, werden Marmeladen und selbstgemachte Aufstriche in der Waffel serviert.

Passend zum traditionellen Café gibt es auch Tageszeitungen. Wer es eher mit den neuen Medien hält, wird ebenfalls bedient. Das „Kännchen“ sticht dadurch hervor, dass es hier ein öffentliches W-Lan gibt. Für Andreas Endler eine naheliegende Einrichtung, schließlich arbeitet er als Softwareentwickler. David Kardell hängte dagegen seinen Job als Architekt an den Nagel und arbeitet nun täglich in seinem Café. Zunächst kümmerte er sich jedoch um die Grundsanierung des Gebäudes, das rund ein Jahr leergestanden hatte. „Wir wollten dem Haus wieder eine Seele geben“, sagt Kardell. Erkennbar ist das etwa an Details wie dem wiederhergestellten hölzernen Giebelkreuz. Als Vorbild diente ein Foto aus dem Jahr 1923.

Den Kunden scheint das Konzept der beiden Betreiber zu gefallen. Zunächst sei die Frage gestellt worden, ob in Malente noch ein Café gehe, erinnert sich Kardell. Das habe sich gewandelt. Stattdessen heiße es jetzt: „Genau so ein Café hat Malente noch gefehlt.“


> Das Café Kännchen ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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