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VR Bank Ostholstein-Plön leicht unter Vorjahresniveau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das sprichwörtlich lachende und weinende Auge bestimmt den Blick auf die Jahresbilanz 2016 der VR Bank Ostholstein-Plön, die der Vorstand vorstellte. Insgesamt gab es aber keinen Grund für lange Gesichter: Das Gesamtergebnis lag mit 13,1 Millionen Euro tzwar leicht unter dem Vorjahresniveau von 13,6 Millionen Euro, wurde aber in Anbetracht der großen Herausforderungen, die die derzeitige internationale Niedrigzinspolitik mit sich bringt, als Erfolg und Ergebnis soliden Wirtschaftens gesehen.

Ein Wachstumsmarkt ist das Kreditgeschäft. Die niedrigen Zinsraten beflügeln die Investitionsbereitschaft der Kunden – und in den Kreisen Ostholstein und Plön entwickelt sich die Wirtschaft positiv – nicht zuletzt wegen eines merklichen Aufschwungs in der Tourismusbranche. Das brachte eine Neuvergabe von Krediten von über 200 Millionen Euro. Das Gesamtkreditvolumen stieg damit um 6,1 Prozent auf 957,7 Millionen Euro.

Die besondere Herausforderung allerdings ist die Diskrepanz zwischen dem Kundenwunsch nach längeren Laufzeiten bei Kreditvergabe auf der einen Seite und der derzeit sehr geringen Bereitschaft der Sparer und Anleger zu langfristigen Bindungen – Einlagen werden in der Hauptsache nur noch auf Tagesgeldkonten getätigt. Trotzdem gab es einen guten Zuwachs der Einlagen um 6,35 Prozent auf 977 Millionen Euro. Dadurch sei das Kreditgeschäft abgesichert worden.

Auch das Provisionsgeschäft und die Einnahmen aus Zahlungsverkehr sowie Vermittlungsgeschäften im Bereich Versicherungen, Bausparen und Wertpapierhandel blieb stabil auf dem Vorjahresniveau von 10,3 Millionen Euro – Vorstandsmitglied Lars Nissen nannte dafür in erster Linie die kundenorientierte Beratung als Grund.

Auf die wird man in einigen Orten allerdings in Zukunft verzichten müssen – fünf Filialen, darunter auch Dersau (der OHA berichtete), werden auf reine SB-Servicestandpunkte zurückgefahren., weil die Kundenfrquenz in der Vergangeneheit stetig abnahm. Dafür investiert die VR-Bank mehr Geld und Know-how in digitale Lösungen, um zukunftsfähig zu bleiben und der wachsenden Akzeptanz des Online-Banking Rechnung zu tragen. Einen Stellenabbau werde es aber dadurch nicht geben, betont Vorstandsmitglied Stefan Frahm. Für die Kunden bedeutet dies insbesondere am Wochenende vom 7. bis 10. April einige Einschränkungen beim bargeldlosen Bezahlen und beim Online-Banking.

Zum Schluss gab es noch einen Ausblick auf die mögliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr: Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von unter fünf Jahren sei weiterhin mit Negativzins zu rechnen. Eine Umorientierung auf Wertpapiere, Fonds und Vorsorge sei daher der Trend, ebenso wie Kauf und Modernisierung von Immobilien. Den Tourismusboom sehen die Bankmanager als stabile Grundlage für ein florierendes Kreditgeschäft.

Freuen dürfen sich übrigens auch alle Anteilseigner der genossenschaftlich organisierten VR Bank Ostholstein Nord – Plön eG: sie erhalten eine Dividende von 6,5 Prozent.

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erstellt am 24.Feb.2017 | 16:24 Uhr

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