Voß: „Spielplatz ist ziemlich öde“

„Ziemlich öde“ findet Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß den Spielplatz Op’n Kamp und reget jüngst eine Überplanung unter Beteiligung von Kindern und Eltern an.
„Ziemlich öde“ findet Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß den Spielplatz Op’n Kamp und reget jüngst eine Überplanung unter Beteiligung von Kindern und Eltern an.

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24. November 2018, 19:03 Uhr

Aufgrund der steigenden Anmeldungen hatte die Gemeinde Kasseedorf bereits im September die Erweiterung ihrer „Flohkiste“ beschlossen. Der Kindergarten soll durch Hinzunahme einer Wohnung um einen dritten Gruppenraum erweitert werden. Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im August 2019 werden die Baumaßnahmen jedoch nicht abgeschlossen sein.

Die Kinder werden trotzdem nicht auf der Straße stehen. Eine Alternative ist bereits gefunden. Zusammen mit dem Kreis wurde die Eignung der benachbarten Alten Schulscheune geprüft. „Eine Übergangslösung wird es nicht geben“, sagte Regina Voß (SPD) im Sozialausschusses. „Wir müssen die Schulscheune in allen Punkten als Kindergarten herrichten. Etwas anderes lassen die Vorschriften nicht zu.“, machte die Bürgermeisterin deutlich. Dazu gehöre wohl auch der Austausch von Sanitärobjekten in Größen passend für die Kleinen. Auch die Vermietung der Schulscheune sei damit ab August ausgeschlossen. Die Verwaltung habe bereits entsprechende Anweisungen erhalten. Zumindest in Sachen Brandschutz und Fluchtwege sei mit einer Nachrüstung nicht zu rechnen, so Voß.

Die von Wiebke Aldenhoff (SPD) vorgeschlagene Waldgruppe im Naturerlebnisraum als Übergangslösung legten die Ausschussmitglieder wegen zu hoher Hürden gleich zu Beginn der Beratungen zu den Akten. „Eine Waldgruppe ist nach wie vor schön – aber nicht als Notlösung“, gestand Aldenhoff ein.

Martin Boesmann (CDU) gab zu bedenken, dass die Flohkiste durch die Entscheidung für den Ausbau der Wohnung auf lange Sicht festgelegt sei: „Das ist eine teure Tasse Tee. Da können wir später nicht auch noch eine Waldgruppe einrichten.“ Aldenhoff sah das anders. Wenn die Eltern Interesse zeigten, könnte die Gruppe ein Zusatzangebot sein. Auch Ausschussvorsitzende Svenja Rahlf (SPD) hatte beobachtet, dass Eltern für eine Konzept-Kita bereit sind weite Wege zu fahren.

Auch die Spielplätze waren Thema der Sitzung. Die Prüfung der Spielgeräte war positiv ausgefallen. Lediglich die Anlage Op’n Kamp fiel durch mehrere Mängel auf, was die Bürgermeisterin veranlasste die Diskussion um die Zukunft des Spielplatzes anzuregen. Aus ihrer Sicht stelle er sich insgesamt eher öde dar. „Wollen wir hier nicht einmal überlegen was besser geht?“ fragte Voß. Schnell wurde deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen zur Attraktivität des Spielplatzes gab. Während Voß angesichts der gehäuften Mängel und erhöhtem Pflegeaufwand den Rutschenberg auf ihrer Streichliste hatte, identifizierten andere genau dieses Spielgerät als das Attraktivste. Nutzer des Spielplatzes seien auch längst nicht mehr Kinder die Op’n Kamp wohnen, sondern der Kindergarten, der regelmäßige Ausflüge auf den einzigen öffentlichen Spielplatz in Kasseedorf macht. Daher fand die Idee, die Spielgeräte auf den Bolzplatz am Wührenweg zu verlegen auch wenig Zuspruch. Zusammen mit der Flohkiste sollen zunächst die Kinder und Eltern nach ihren Vorstellungen befragt werden.


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