Voß-Schule kehrt im Sommer zu G 9 zurück

Nach neun Jahren  wird die Voß-Schule zum herkömmlichen Abi zurückkehren.
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Nach neun Jahren wird die Voß-Schule zum herkömmlichen Abi zurückkehren.

Die zu gleichen Teilen aus Lehrkräften, Eltern und Schülern besetzte Schulkonferenz fällte ein klares Votum gegen „Turbo-Abitur“

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23. Januar 2018, 14:10 Uhr

Die beiden Eutiner Gymnasien bieten keine Wahl mehr zwischen einem Abitur nach zwölf Schuljahren (G 8) oder nach 13 Jahren (G 9): Die Schulkonferenz der Voß-Schule hat gestern mit klarer Mehrheit für die Rückkehr zu G 9 votiert, dieses Gymnasium im Gegensatz zur Weber-Schule in den vergangenen neun Jahren das sogenannte „Turbo-Abi“ angeboten hatten.

Nach Auskunft von Björn Kohlwes, Vorsitzender des Schulelternbeirates, gab es in der geheimen Abstimmung 18 Stimmen für die Rückkehr zu G 9, während sich elf Mitglieder der Konferenz für eine Beibehaltung von G 8 ausgesprochen hatten. Denen hätte allerdings in der zu gleichen Teilen aus Lehrkräften, Eltern- und Schülervertretern besetzten Konferenz keine einfache Mehrheit gereicht: Das Land hatte eine Entscheidung für G 8 von einer Dreiviertel-Mehrheit in der Konferenz abhängig gemacht, das hätte 23 Stimmen für G 8 vorausgesetzt.

Die Diskussion zu diesem Thema sei sehr „unaufgeregt und sachlich“ gelaufen, die wesentlichen Argumente seien im Vorfeld ausgetauscht worden, sagte Kohlwes. Der Elternbeirat hatte im Herbst begonnen, Schüler und Eltern nach ihrer Meinung zu G 8 und G 9 zu befragen, dabei waren auch die Eltern der Viertklässler in der Grundschule mit Informationen versorgt worden.

Das Land habe bei einer Entscheidung für G 9 auch angekündigt, dass die Schule zu gegebener Zeit das Lehrpersonal aufstocken werde, da ein zusätzliches Jahr an der Schule bei dreizügigen Jahrgängen auch drei zusätzliche Klassen bedeutet.

Björn Kohlwes sagte dem OHA weiter, dass besonders die Elternvertreter ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht hätten, dass die vorteilhaften Veränderungen, die an der Voß-Schule mit der Einführung von G8 verbunden gewesen seien, auch erhalten blieben. Als Beispiel nannte er Rhythmisierung und Blockunterricht.

Mit dem Beschluss der Schulkonferenz sei unterdes klar, was zukünftige Sextaner und ihre Eltern erwarten könnten, wenn sie sich über die weiterführenden Schulen in Eutin informierten: Sowohl die Weber-Schule als auch die Voß-Schule böten wieder G9 an.

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