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Sporttagt des Eutiner Gymnasiums : Voß-Lauf: Freude statt Frust bei Pflichtaufgabe

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Etwa 600 Schüler, Lehrkräfte und Eltern waren beim jüngsten Voß-Lauf aktiv. Im Angebot waren sehr unterschiedliche laufstrecken, von 2,5 bis zu 10 Kilometern.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Sonnabend, kurz nach 8 Uhr am Morgen. Die meisten Ostholsteiner schlafen noch oder sitzen gerade am Frühstückstisch. Davon ist im Eutiner Fritz-Latendorf-Stadion nichts zu spüren. Dort tummeln sich rund 600 Eltern, Schüler und Lehrer, um beim Voß-Lauf zu starten oder zu helfen.

Für die Schüler ist die Teilnahme Pflicht. „Andernfalls müssten die Schüler diese Ausdauerleistung im regulären Sportunterricht erbringen“, erklärt Sportlehrerin Margit Pasikowski, die zusammen mit ihrer Kollegin Birgit Behr den Voß-Lauf organisiert. „Der hat einfach diesen wunderbaren Charakter, da fällt den Schülern die Aufgabe leichter.“ Diese besteht wahlweise aus dem Erlaufen des Laufabzeichens, der Teilnahme an einem 2,5 Kilometer langen Crosslauf durch den Seescharwald, an einer Voß-Pendelstaffel, an einem 10-Kilometer-Duathlon (ein Team besteht aus je einem Läufer und einem Radfahrer) oder der „Königsdisziplin“, einem 10-Kilometer-Lauf um den Großen Eutiner See.

„Schneller! Schneller!“ Lautstark feuern zahlreiche Schüler die Läufer im Start-Zielbereich an. Den Schülern ist überhaupt nicht anzumerken, dass es sich beim Voß-Lauf um eine Pflichtaufgabe handelt. Als solche nimmt Jorgo Lunau die Veranstaltung auch nicht wahr. Nach seinem ersten Sieg über die 10-Kilometer-Strecke kommt der 16-Jährige aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Von allen Seiten kommen Mitschüler, Lehrer und Eltern, um ihm zu gratulieren. „Ich wollte unbedingt meinen ehemaligen Lehrer Falk Freidel schlagen, das ist mir in den vergangenen beiden Jahren nicht gelungen“, berichtet der Schüler entkräftet im Ziel. Am Vortag hat Jorgo Lunau, der in seiner Freizeit reitet und Fußball spielt, noch ein Punktspiel absolviert. „Das steckte mir ganz schön in den Knochen.“ Darum verfehlte er den neun Jahre alten Streckenrekord mit seiner Zeit von 36:07 Minuten deutlich. Für Schulrekorde sorgen andere: Marc Rowedder und Nils Stahnke im Duathlon aus der Klasenstufe 12/13 (29:36 Minuten), Jonna Braun und Helena Georgiadis in der weiblichen Pendelstaffel in der Klassenstufe 7/8 (39:49 Minuten) und Palle Jespersen und Matti Kober in der männlichen Pendelstaffel in der Klassenstufe 12/13 (33:18 Minuten).

Nach dem Sport kommt bei vielen Teilnehmern schnell der Hunger. Der hält aber nicht lange an, denn etliche Eltern, wie die Eutinerin Michaela Blanck aund Stefanie Karl aus Kasseedorf, haben ein großes Buffet zusammengestellt, das von Obst über Kuchen bis zu belegten Brötchen reicht. „Meine Tochter läuft hier, daher helfe ich hier sehr gern, während mein Mann als Streckenposten eingesetzt ist“, sagt Stefanie Karl. Und das auch an einem Sonnabend um kurz nach 8 Uhr am Morgen.

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