Eutin : Voss-Haus: Baubeginn naht

Seitdem das historische Voss-Haus am Voßplatz 2006 abgebrannt ist, klafft eine Lücke im Herzen der Stadt. Die Anwohner freuen sich, dass nun die Fortschritte zu sehen sind und das neue Gebäude nebenbei den Lärm der Riemannstraße mindern wird.
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Seitdem das historische Voss-Haus am Voßplatz 2006 abgebrannt ist, klafft eine Lücke im Herzen der Stadt. Die Anwohner freuen sich, dass nun die Fortschritte zu sehen sind und das neue Gebäude nebenbei den Lärm der Riemannstraße mindern wird.

Die seit dem Großbrand klaffende Wunde im Herzen der Stadt kann bald geschlossen werden. Vier der acht Eigentumswohnungen sind verkauft.

shz.de von
05. Januar 2018, 17:00 Uhr

Vier der acht Eigentumswohnungen im geplanten Neubau des Voss-Hauses sind verkauft, damit sind die Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen: „Jetzt braucht es nur noch beständiges Bauwetter, damit die Firma Gollan beginnen kann“, sagt Eigentümerin Barbara Rülander.

Es ist etwas mehr als ein Jahr her, dass die Eigentümerin mit dem Eutiner Architekten Stephan Barnstedt die Neubau-Pläne vorstellte: Neben neun Eigentumswohnungen im Obergeschoss, davon einer Betreiberwohnung, sind neun Hotelzimmer im Erdgeschoss geplant. Alle Wohnungen sind über einen Fahrstuhl zu erreichen (wir berichteten). Vier Wohnungen sollten verkauft werden, dann seien die Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen, hieß es im Dezember 2016. Die Immobilienmakler der Sparkasse haben bis Ende 2017 vier der acht Wohnungen verkauft. Neben älteren Interessenten aus der Umgebung, die ihr Haus gegen eine Wohnung im Alter tauschten, komme ein Käufer sogar aus Berlin, so Rülander. Die große Penthouse-Wohnung sowie zwei kleinere seien derzeit noch nicht verkauft, es würden aber Gespräche geführt. Der Aufbau eines großen Hotelbetriebes mit Veranstaltungssaal sei für sie keine Option gewesen, denn mit Blick auf die geplante Sanierung der Schlossterrassen als Veranstaltungszentrum sei klar, dass Eutin nicht noch mehr große Veranstaltungsräume brauche.

Optisch orientiert sich der Neubau des Voss-Hauses zur Straßenseite hin am historischen Umfeld und dem vor über zehn Jahren abgebrannten Voss-Haus. Zur Seeseite plant der Architekt die Front mit großen Fenstern wesentlich offener als früher, alle seeseitigen Wohnungen haben eine Dachterrasse oder einen Balkon.

Die Vorarbeiten am Platz des am 30. Januar 2006 abgebrannten Voss-Hauses haben bereits 2017 begonnen. „Der Keller wurde mit Betonringen im Innern stabilisiert und aufgefüllt, so dass wir eine ebene Fläche zum Bauen haben“, sagt Rülander. Das Fundament für das neue Voss-Haus sei als nächstes geplant, dafür müsse es frostfrei sein. Die Hochbauverträge mit der Firma Gollan seien unterschrieben, sobald die Witterung es zulasse, gehe es los, so die Eigentümerin.

Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 18 Monate, läuft alles wie geplant, könnten die ersten Gäste Anfang Herbst 2019 empfangen werden.

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