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Vortrag I: Carl Maria von Webers Mutter Genovefa

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 12:06 Uhr

Die Eutiner Landesbibliothek und Freunde der Eutiner Landesbibliothek laden am Donnerstag, 4. September, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag unter dem Titel „Madame pfeift wie ein Zeiserl – Von der Kirchensängerin zur Komponistenmutter“ ein. Dr. Andrea Zinnecker referiert im Seminarraum der Eutiner Landesbibliothek zum 250. Geburtstag von Genovefa Brenner. Carl Maria von Webers Mutter Genovefa, geborene Brenner, hat lange Zeit zu den „vergessenen Müttern“ gehört. Dabei war ihr Lebensweg – von der Allgäuer Schreinerstochter über die Kirchensängerin in Neapel bis zur Komponistenmutter in Eutin – alles andere als konventionell. Die 1764 in Marktoberdorf geborene, 1798 im Alter von nur 34 Jahren in Salzburg gestorbene Genovefa war selbst eine Künstlerin – Künstlerin und Lebenskünstlerin – und als Sängerin weitaus mehr als eine schöne Sopran-Schnepfe vom Lande, mehr als nur eine an Schwindsucht leidende Singspielmuse, deren Lieblingsrolle die Constanze aus Mozarts Entführung aus dem
Serail war, und sie war gewiss auch mehr als eine kleine aufgeputzte Theatermaus mit
jener typischen kapriziösen Mentalität zwischen Koketterie und Naivität. 1785 wurde sie die Frau des Eutiner Kapellmeisters Franz Anton von Weber – ein cholerischer Wanderbühnen-Charmeur, ein sitten- und gewissenloser
Hochstapler und Schürzenjäger, dazu Amtmann und Stadtmusikus. Ihr Leben war eine Existenz zwischen bürgerlicher Disziplin und verruchtem Schausteller-Milieu, zwischen dem Erfolg auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und den bitteren Schicksalsschlägen auf der Bühne des Lebens. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Der nächste Vortrag unserer Reihe findet am 24. September statt: Prof. Dr. Günter Häntzschel (München) spricht dann über Johann Heinrich Voß im Zeitalter des Sammelns und der Sammlungen Eutiner Weber-Tage 2014.

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