Feste Fehmarnbelt-Querung : Vorteile für Tourismus und Wirtschaft

Eine Computer-Grafik zeigt, wie die feste Fehmarn-Belt-Brücke aussehen soll.   Foto: ddp
Eine Computer-Grafik zeigt, wie die feste Fehmarn-Belt-Brücke aussehen soll. Foto: ddp

Die ersten Zwischenergebnisse des regionalen Entwicklungskonzeptes als Folge des Baus einer festen Fehmarnbelt- Querung (REK) liegen vor.

Avatar_shz von
06. November 2009, 10:08 Uhr

Eutin/ | Die Gutachter sehen Vorteile für Tourismus, Arbeitsplätze, Gewerbe und Standortmarketing. Der Kreis Ostholstein hatte das "Regionale Entwicklungskonzept" Anfang des Jahres federführend für die Lenkungsgruppe mit den beteiligten Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Segeberg sowie der Stadt Lübeck und der IHK Lübeck in Auftrag gegeben. Dabei habe sich gezeigt, dass der Bereich Tourismus durch den Bau einer festen Querung besonders im nördlichen Teil der Untersuchungsregion sehr stark profitieren würde, teilte der Kreis mit.

Hier führe die feste Querung nach Fertigstellung zu einer verbesserten Erreichbarkeit und einer Vergrößerung des touristischen Einzugsgebietes. Dies könnte für die touristische Weiterentwicklung der Region einen erheblichen Vorteil darstellen, erklärten die mit dem Konzept beauftragten Gutachterbüros "Georg & Ottenströer" (Hamburg) und Regionomica (Berlin).
Die Region ließe sich mit einem klaren Profil leichter vermarkten
Auch der Bereich Wirtschaft/Gewerbeflächen werde eine herausragende Rolle spielen. Besonders die Arbeitsmarkteffekte in der Bauphase böten eine Möglichkeit für regionale Unter-nehmen, vom Bau der festen Querung zu profitieren. Durch den Ausbau und die Stärkung der Wirtschaftsachse Hamburg - Lübeck - Kopenhagen könnten sich zudem neue Chancen für Unternehmensansiedlungen ergeben. Voraussetzung hierfür, so die Gutachter, sei aber ein attraktives Angebot an herausgehobenen Gewerbeflächen an der Achse.

Weiter seien Effekte im Bereich des Standortmarketings hervorzuheben. Bei einem Brückenbauwerk erhalte die Region ein unverwechselbares Identifikationssymbol, das über die Grenzen Deutschlands bekannt sein würde. Die Region ließe sich mit einem klaren Profil und Symbol leichter vermarkten. Auch die regionale und grenzübergreifende Zusammenarbeit würde durch das Infrastrukturprojekt gestärkt. Bereits jetzt hätten sich auf beiden Seiten des Belts Organisationen gegründet, die Projekte der überregionalen Zusammenarbeit angehen wollen, berichtet die Kreisverwaltung.
In den Workshops werden Ideen aufgenommen
Bevor die zweite Phase des regionalen Entwicklungskonzeptes gestartet wird, sollen im Oktober und November in Regionalrunden und Workshops die bisherigen Zwischenergebnisse der Untersuchung vor Ort erläutert und diskutiert werden. Die Regionalrunden werden von den am Konzept beteiligten Kreisen in der Untersuchungsregion organisiert. Eingeladen werden kommunale Vertreter der Fachstellen sowie Vertreter aus der Politik. In den regionalen Workshops werden Anregungen und Ideen aufgenommen und berücksichtigt.

Die Zwischenergebnisse sind auf den Internetseiten des Kreises Ostholsteins www.ostholstein.de und des Gutachterbüros "Georg & Ottenströer" www.georg-ic.de veröffentlicht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen