Lokalsport : Vorsprung ins Ziel gerettet

Mit einem überragenden Vorkampfergebnis von 392 Ringen   zog Birte Ihms bei den Austria Open ins Finale ein und behauptete ihre Führung dort nur knapp.
Mit einem überragenden Vorkampfergebnis von 392 Ringen zog Birte Ihms bei den Austria Open ins Finale ein und behauptete ihre Führung dort nur knapp.

Birte Ihms vom Schützenverein Malente verteidigt ihren Titel bei den Austrian Open der Armbrustschützen.

shz.de von
27. Juni 2014, 11:48 Uhr

Die 29-jährige Birte Ihms, Armbrust-Europameisterin 2013 auf die Distanz von zehn Metern, überzeugte bei den Austrian Open der Armbrustschützen. Sie gewann den Titel.

„Das war ein guter Test für meinen sportlichen Weg in diesem Jahr. Natürlich will ich wieder international eine Rolle spielen, dafür muss ich mich aber erst noch qualifizieren“, sagte die Eckernförderin. Sie meinte dabei auch die folgenden Schritte in Richtung Europa- und vielleicht auch Weltmeisterschaft. Nach dem Vorkampf von 40 Schüssen hatte sich Ihms bereits mit 392 Ringen von den internationalen Mitbewerbern abgesetzt, Zweitbeste war zu dem Zeitpunkt noch die Schweizerin Monika Zahnd mit 387 Zählern. Die besten acht Frauen hatten anschließend im Finale noch zehnmal die Bolzen möglichst oft in die Zehn zu befördern. Dabei kam Birte Ihms „nur“ auf 95 Zähler, Trainer Ingolf Falkenberg betrachtete mit gewisser Sorge den guten Endspurt der jetzt konzentrierten Konkurrentinnen. Für diese war es reizvoll, die Goldgewinnerin des Vorjahres zu jagen. Sensationelle hundert Ringe schaffte die Französin Sabrina Toussaint, mit 486 Ringen lag sie am Ende auf Platz zwei. 98 Treffer führte die Deutsche Diana Eyb auf 484 Ringen und von Platz vier auf drei der Endabrechnung.

Für Birte Ihms standen nach dem nervenzerrenden Finale 487 Ringe auf der Anzeigetafel. „Ein Ring mehr nach einem Vorsprung von zunächst fünf – das war schon knapp“, sagte die bescheiden auftretende Europameisterin lächelnd und befreit. Und Falkenberg kommentierte cool: „Man kann auch mit einem schlechten Finale gewinnen, man muss nur vorher ordentlich arbeiten.“

In der Männerklasse belegte der Malenter Christian Hirsch mit 572 Ringen bei 60 Schüssen Platz 15. „Zum Erreichen des Finales haben mir sechs Ringe gefehlt“, sagte er enttäuscht. Auf dem 21. Platz schloss Karl-Heinz Blumtritt mit 564 Ringen ab, als 26. folgten Marco Westermann aus Lübeck mit 553. Der Malenter Tim Gruthoff landete mit 551 Ringen auf dem 28. Platz.

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