Eutin : Vorsitzende tritt zurück beim LGS-Förderverein

Bröker-Wolf
Bröker-Wolf

Gabriele Trepka hat den Vorsitz im Förderverein für die Landesgartenschau niedergelegt. Ihre Begründung: „Grundlegende Differenzen“ über die Ausrichtung des Vereins.

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22. Juni 2014, 12:40 Uhr

Der Förderverein für die Landesgartenschau sucht eine neue Führungskraft. Gabriele Trepka hat am Wochenende überraschend ihr Amt als Vorsitzende niedergelegt. Die ehemalige FDP-Stadtvertreterin begründete dies mit „grundlegenden Differenzen über die zukünftige Ausrichtung des Fördervereins für die Landesgartenschau 2016 in Eutin“.

In ihrer knappen Erklärung teilte Trepka öffentlich mit, dass ihr Rücktritt „im gegenseitigem Einverständnis mit den anderen Vorstandsmitgliedern“ erfolgt sei. Und weiter: „Ich bleibe dem Verein als Mitglied verbunden und sehe die Landesgartenschau weiterhin als herausragende Möglichkeit zur Eutiner Stadtentwicklung.“

Trepkas Rücktritt steht zeitlich im engen Zusammenhang mit der Publikation eines offenen Briefes, in dem der Vorstand des Fördervereins mehr Rücksichtnahme auf den Bürgerwillen bei der Planung der Landesgartenschau angemahnt hatte (der OHA berichtete). Als konkrete Punkte hatte der Vereinsvorstand die Furcht der Bürger vor einer vollständigen Versiegelung der Stadtbucht und vor Betonbahnen im Stadtpark angeführt.

Der Appell an die Geschäftsführung der Landesgartenschau GmbH und die politischen Gremien im Rathaus habe, wie jüngste Beschlüsse im Bauauschuss zeigten, durchaus die erhoffte Wirkung erzielt, sagte gestern Jürgen Bröker-Wolf, der amtierende Vorsitzende des Fördervereins. Allerdings sei der offene Brief in der Presse überspitzt als Konfrontation gegen die LGS-Verantwortlichen interpretiert worden; die habe zu Irritationen geführt, die vom Vorstand mit dem Schreiben überhaupt nicht beabsichtigt gewesen seien. Bröker-Wolf: „Ich bin enttäuscht von der Presse.“

Den Rücktritt von Gabriele Trepka bewertete er als „persönlichen Schritt“. Der Vorstand sei weiterhin handlungsfähig und solle bald durch eine Neuwahl für den Vorsitz wieder auf fünf Mitglieder ergänzt werden. Der Förderverein werde sich in Zukunft zur Unterstützung der Landesgartenschau „auf das beschränken, was wir leisten können“ .

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