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In den Häusern bleiben : Vorsicht: Heute tobt „Xaver“ übers Land

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürger sollen im Haus bleiben / Einschränkungen bei Bus und Bahn / Viele Schulen bleiben geschlossen

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Heute wird es ernst: Orkantief „Xaver“ fegt mit Orkanböen über Norddeutschland hinweg. Am stärksten wird der Orkan in Schleswig-Holstein wüten. „Wir rechnen ab heute Nachmittag bis etwa gegen Mitternacht mit Böen von bis zu 160 Stundenkilometern im Landesinnern und bis zu 200 Stundenkilometern an den Küsten“, sagte die Diplom-Meteorologin Claudia Kahl von der Kieler wetterwelt.de unserer Zeitung. An den Küsten soll es zu mehreren schweren Sturmfluten kommen. Die Bürger werden aufgefordert, während des Orkans im Haus zu bleiben und Wälder selbst nach dem Sturm zu meiden. In vielen Schulen fällt heute der Unterricht aus. Auch die meisten Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen.

Schon vor seiner Ankunft versetzte „Xaver“ die Feuerwehren und Verkehrsbetriebe in Alarmbereitschaft. Bei den 1400 Freiwilligen Wehren im Land haben sich viele einen Tag Urlaub genommen. Die Leitstelle Nord stockt ihr Personal auf. Damit die Nummern 110 und 112 für lebensbedrohliche Notfälle frei bleiben, hat die Leits

 

telle Nord eine besondere E-Mail-Adresse eingerichtet: unwetter@leitstelle-nord.de.

Zugleich dürfte „Xaver“ für ein Verkehrschaos sorgen: Die Deutsche Bahn bereitet sich mit zusätzlichem Personal und technischer Ausrüstung auf das Orkantief und Schneefälle vor. Es müsse dennoch mit Einschränkungen oder auch Einstellungen des Zugverkehrs gerechnet werden, teilte die Bahn mit. Da auch der Straßenverkehr betroffen sein wird, können nur begrenzt Busse als Ersatz eingesetzt werden. Der Bahnverkehr von und nach Westerland wird ab Windstärke zwölf komplett eingestellt. Die Bahn empfiehlt, nach Möglichkeit auf alle Fahrten zu verzichten. Auch die Fähren zu den Nordseeinseln stellen ihren Betrieb teilweise ein.

In Hamburg stehen 400 Berufsfeuerwehrkräfte und 2500 freiwillige Feuerwehrleute zum Ausrücken bereit. Die Innenbehörde der Hansestadt rechnet mit bis zu drei Sturmfluten und geht von einem Wasserstand von mindestens fünf Metern über Normal Null in Hamburg-St. Pauli aus. Die Deiche sind auf 7,30 Meter ausgelegt. Voraussichtlich wird auch der Flugbetrieb beeinträchtigt, teilte der Flughafen Hamburg mit. Berichte Seite 15 & 16

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