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Malente : Vorschläge für den Ausbau der Bismarckstraße

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Überlegungen zur Bismarckstraße nach der erfolgten Abholzung der Platanen präsentierte Jürgen Gödecke vom Eutiner Ingenieur-Büro Höger und Partner am Montagabend im Planungsausschuss.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 15:00 Uhr

Wie soll die Bismarckstraße nach der erfolgten Abholzung der Platanen künftig aussehen? Erste Überlegungen dazu präsentierte Jürgen Gödecke vom Eutiner Ingenieur-Büro Höger und Partner am Montagabend im Planungsausschuss. Weil gut zwei Dutzend Anlieger gekommen waren, wurde die Sitzung kurzerhand in den Kursaal verlegt.

„Es geht darum, Diskussionsmaterial zu liefern, wie man ausbauen könnte. Wir sind also an einem Punkt, an dem noch nichts entschieden ist“, stellte Gödecke zu Beginn klar. Auch Kosten nannte der Ingenieur – allerdings erst auf Nachfrage und ausdrücklich nur als grobe Schätzung. Demnach würde der Ausbau der 290 Meter langen Straße einschließlich zweier befestigter Gehwege einschließlich Bepflanzung und Verdichtung der Beleuchtung rund 850  000 Euro kosten. Ohne Gehwegbefestigung würden die Kosten um bis zu 130  000 Euro sinken. Mit rund 120  000 Euro schlägt in dieser Rechnung die Sanierung der baufälligen Schwentine-Brücke mit Wellstahlrohren zu Buche. Das Geländer könne dabei erhalten bleiben. Eine Neukonstruktion aus Stahlbeton käme mit bis zu 400  000 Euro deutlich teurer.

Ein Verzicht auf Bäume würde nochmals 10  000 Euro Ersparnis bringen. Allerdings dürfte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises da wohl nicht mitspielen, wie Bauamtsleiterin Britta Deubel andeutete. Es werde wohl auf eine einseitige Bepflanzung hinauslaufen.

Künftig soll die Straßenbreite von derzeit fünf auf 5,50 Meter wachsen, um den Begegnungsverkehr zu erleichtern. Autos sollten dann auch nicht mehr halbseitig auf dem Gehweg parken. Möglich wären beispielsweise zwei befestigte Gehwege mit 1,50 Metern und drei Metern Breite, von denen einer für Radfahrer freigegeben werden könnte, erläuterte Gödecke. Es sei aber auch nur ein befestigter Gehweg und ein lediglich 1,25 Meter breiter Notgehweg denkbar. Bäume könnten sowohl komplett auf dem Gehweg als auch halb auf der Straße gepflanzt werden. Möglich wäre auch eine verkehrsberuhigte, vollkommen durchgepflasterte Straße, erläuterte Gödecke auf Nachfrage eines Bürgers. Diese Variante brächte aber wohl höhere Kosten mit sich. Die Abstände der Straßenlaternen sollten aus Sicht des Planers von derzeit rund 60 auf 25 bis 35 Meter verringert werden.

Gödecke wies darauf hin, dass die Bismarckstraße nicht isoliert betrachtet werden könne. Mit den Festlegungen des Ausbaus werde auch eine Grundsatzentscheidung für das gesamte Quartier getroffen, an der sich der Ausbau weiterer Straßen wie beispielsweise Lindenallee, Ringstraße oder Gremskampstraße orientiere.

Fragen zum Baubeginn blieben weitgehend offen. Klar scheint nur, dass vor 2018 keine Gelder für einen Ausbau bereitstehen, wie Klaus Schützler (CDU) erklärte. Vorher werden wohl auch die Stubben der abgesägten Bäume nicht verschwinden. Derzeit laufe die Koordinierung mit den Ver- und Entsorgern, sagte Gödecke. Er rechne mit einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten.

Bevor die Politik eine Entscheidung trifft, werde es eine Bürgeranhörung geben, versicherte der neue Planungsausschussvorsitzende Jürgen Redepenning (SPD). Dann würden zwei Varianten auf dem Tisch liegen. Danach gehe es an die Detailplanung.

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