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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 20:29 Uhr

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das erste Bühnenbild ist fertig / Musiker für Orchester werden ausgewählt / Visionen über längere Spielzeit

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 04:41 Uhr

In 93 Tagen ist die Einsamkeit rund um den grünen Hügel Eutins vorbei. Dann laufen die ersten Landesgartenschau-Besucher übers Gelände, während Arend Knoop und sein Team vermutlich noch am Bühnenbild die letzten Handgriffe anlegen. Denn nach dem gesundheitsbedingten Ausfall Heinrich Bollows, Knoops jahrelangem Partner im Bühnenbau, wird es eng mit dem Zeitplan. Knoop: „Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass das Bühnenbild bis zur LGS-Eröffnung steht, aber es wird richtig knapp.“

Das Bühnenbild für „Carmen“ ist laut Knoop fertig – „die ganze Halle steht voll“. Jetzt wird am „Freischütz“ gearbeitet, und sobald das Wetter es zulässt, wird der Unterbau auf der Festspielbühne vorbereitet.

Hinter den Kulissen geht es ebenso emsig zu. Kaum sind die beiden Gastdirigenten Romely Pfund und Leo Siberski, für die 66. Spielzeit engagiert und vorgestellt, sitzen sie an der Auswahl und Besetzung des Orchesters. „Drei Musiker und zwei Choristen aus Kansas werden das Team verstärken“, sagte Intendantin Dominique Caron gestern. Schon im vergangenen Jahr habe sich das Team dafür ausgesprochen, lieber die Qualität der Gastmusiker zu erhöhen als deren Anzahl. Und Geschäftsführerin Sabine Kuhnert ergänzte: „Wir bleiben in unserem Budgetbereich.“ Im Vorfeld hatte Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus öffentlich angemerkt, dass das Orchester-Budget von 180  000 bis 200  000 Euro zu knapp bemessen sei für die Leistung, die gefordert werde. Dies war laut Theus neben anderen Differenzen der Grund, weshalb er sein Engagement im Dezember nicht weiter bei den Eutiner Festspielen verlängerte (wir berichteten).

Gestern nun standen die neuen Gesichter im Fokus. Neben Pfund und Siberski wurde die neue Chorleiterin Doris Vetter erstmals öffentlich vorgestellt. Die Wahlhamburgerin freut sich auf die Herausforderung in Eutin: „Es ist ein sehr unüblicher Chor – bestehend aus Laienmusikern und Profis – der sich in den vergangenen Jahren unglaublich entwickelt hat und den ich gern weiterentwickeln möchte. Schon jetzt habe sie weitere 17 Anmeldungen zum Vorsingen aus Eutin und Umgebung. „Das ist einfach großartig“, so Vetter. Während Vetter mit den Eutinern probt, arbeitet Dominique Caron mit der Kostümbildnerin.

Bleiben die Gastdirigenten länger als eine Spielzeit? Genau festlegen wollte sich dazu weder Intendanz noch Geschäftsführung. Caron: „Es ist eine Entwicklung. Das wird sich zeigen. Wir haben viele gemeinsame Ideen.“ Vielleicht werden die Schlossterrassen nach der LGS fertig und ermöglichen Stücke, die „einen intimeren Rahmen bedürfen und unsere Spielzeit streckt sich aus“, offenbarte Caron eine der möglichen
Ideen. Kuhnert bremste mit Fakten: „Wir haben Ideen, aber es ist noch nichts Konkretes geplant.“ Schon im Laufe der vergangenen Saison habe das Team mit zwei Dirigenten arbeiten wollen. Caron erinnerte an 2012: vier Stücke mit drei Dirigenten. „Es ist also nichts Außergewöhnliches.“

Leo Siberski ergänze Vorteile beider Varianten: „Ein Chef als Identifikationsfigur hat seine Vorteile, aber neue künstlerische Impulse sind für den Fortbestand eines Festivals auch wichtig.“



Ticketverkauf: Aufgrund der teils schwierigen Erreichbarkeit durch Bauarbeiten verweisen die Festspiele auf den Service, die Tickets auch per Post zu verschicken. Bisher sind rund 20 Prozent der Karten verkauft. Laut Geschäftsführung liegt der „Freischütz“ ein Stück vorn. Mehr unter: www.eutiner-festspiele.de

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