Vor vielen Veränderungen

Ehrenrunde II: Mit einem kleinen Panzer umrundete Orthen den Appellplatz.
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Ehrenrunde II: Mit einem kleinen Panzer umrundete Orthen den Appellplatz.

Bauarbeiten in der Rettberg-Kaserne angekündigt / 3. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ hat einen neuen Chef

shz.de von
30. Juli 2015, 09:46 Uhr

Viele Veränderungen stehen den Eutiner Aufklärern ins Haus. Im Zuge der Bundeswehrreform werden interne Strukturen neu geordnet und die Organisation verändert. Das betreffe – vor dem Hintergrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage – auch die Ausbildung, sagte der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6, Alexander Radü, gestern im Rahmen eines Bataillonsappells. „Der Gegner hat Aufstellung und Taktik geändert – wir passen uns an“, sagte der Oberstleutnant.

Neben den „strukturbedingten Auswechselungen“, so Radü, gehört der Wechsel an der Spitze der 3. Kompanie hingegen beinahe zum Tagesgeschäft. Haben die Kommandeure und Kompaniechefs ihren Posten jeweils nur einen begrenzten Zeitraum inne. Gestern übergab Radü dem Kompaniewimpel feierlich an Hauptmann Nadir Attar und verabschiedete den bisherigen Chef der 3. Kompanie Christian Orthen. Dieser hatte die leichte Aufklärungskompanie zweieinhalb Jahre lang geführt und wird nun zur Luftlandeaufklärungskompanie 310 in Seedorf (Niedersachsen) wechseln. Zum Abschied verlieh Radü Orthen die Bataillonsehrennadel. Der scheidende Hauptmann war intern bereits mit einer Fahrt in einem Hundeschlitten verabschiedet worden. Offiziell unternahm Orthen gestern in einem kleinen Panzer eine Ehrenrunde um den Appellplatz.

Der neue Chef der „Dritten“ ist für Radü kein Unbekannter: Attar und er haben bereits in gleichen Einheiten gedient und parallel Auslandseinsätze absolviert.

Doch nicht nur personell ist vieles in der Rettberg-Kaserne in Bewegung: Auch infrastrukturell soll sich etwas verändern. Seit 2010 stehen Gebäude auf dem Gelände leer. Auf deren Sanierung warten die Eutiner Aufklärer schon lange. Brigadegeneral Jürgen-Joachim von Sandrat, Kommandeur der übergeordneten Panzergrenadierbrigade 41, hatte im April betont: „Die Infrastruktur in Eutin ist die schlechteste der Brigade.“ Dennoch sei der Standort
„attraktiv und zugleich indiskutabel“, so von Sandrat.

Und jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Die maroden Kasernen-Bereiche würden demnächst zurückgebaut, hieß es am Rande des gestrigen Übergabeappells. Dabei handelt es sich um ein Gebäude und drei als Betriebsstofflager genutzte Bauten. Der Rückbau solle noch in diesem Jahr starten, sagte Pressesprecher Hauptfeldwebel David Stockmann. Im kommenden Jahr könnten dann die lang ersehnten zwei Neubauten entstehen.

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