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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 22:21 Uhr

Vor allem Einbrüche werden immer mehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr einen Anstieg um über 12 Prozent

von
erstellt am 07.Mär.2016 | 19:31 Uhr

Das Sicherheitsgefühl vieler Menschen in Schleswig-Holstein ist angeschlagen. Gestern hat Innenminister Stefan Studt (SPD) die Kriminalstatistik vorgelegt: Mit 202  600 Delikten ist die registrierte Kriminalität vergangenes Jahr nur um 0,1 Prozent gestiegen.

Durch die Zuwanderung gab es 13  200 Verstöße gegen das Ausländerrecht (plus 69 Prozent). „Ohne diesen Bereich wäre die Gesamtzahl der Delikte sogar um 2,6 Prozent gesunken“, sagte Studt und betonte: „Die Menschen können hier vergleichsweise sicher leben.“ Noch nicht im Griff haben Polizei und Politik die Wohnungseinbrüche. Jeden Tag hat es 23 davon gegeben. Die Zahl der Taten stieg damit um 12,3 Prozent auf 8456 Fälle, und die Aufklärungsquote sank von 12,6 auf 8,9 Prozent. Im Vergleich zur Aufklärungsquote aller Straftaten (52,1 Prozent) ist das extrem gering. „Die polizeiliche Einsatz- und Ermittlungsarbeit wird in diesem Bereich weiter intensiviert“, versprach Studt. Ein weiterer Brennpunkt: die fast 12  000 Ladendiebstähle (plus von 12,8 Prozent.).

Wie hoch ist die Flüchtlingskriminalität im Norden? Von 78  000 Tatverdächtigen hatten gut 25  000 (32 Prozent) keinen deutschen Pass. Das ist ein Anstieg um 8,1 Prozentpunkte. Bereinigt um die 13  200 ausländerrechtliche Verstöße kommt die Statistik auf 12  300 nichtdeutsche Tatverdächtige (19 Prozent). 4094 dieser Tatverdächtigen waren Zuwanderer. Mit Blick auf Meldungen über sexuelle Übergriffe zeigt die Kriminalstatistik: Von 1211 Verdächtigen waren 65 Zuwanderer, dass sind 5,4 Prozent. Studt sprach von einer – gemessen an der Zuwanderungszahl – „unauffälligen Kriminalität“ bei den Flüchtlingen.

FDP-Innenpolitiker Ekkehard Klug erklärte, Studt sei beim Thema Einbruchskriminalität „phänomenal ratlos“. Sein CDU-Kollege, Axel Bernstein, sagte: „Eine Aufklärungsquote von unter neun Prozent ist ein klarer Beleg, dass in diesem Bereich viel zu wenig getan wird. Das ist den Opfern nicht zu vermitteln und muss besser werden.“ Seite 16

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