Von Zitzewitz fährt auf Platz 1

Mit dem Buggy von Yamaha sorgte Dirk von Zitzewitz bei der Rallye Hellas für Furore, er sicherte sich drei von sieben möglichen Etappensiegen und den Rallye-Gesamtsieg.
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Mit dem Buggy von Yamaha sorgte Dirk von Zitzewitz bei der Rallye Hellas für Furore, er sicherte sich drei von sieben möglichen Etappensiegen und den Rallye-Gesamtsieg.

Rallye-Dakar-Sieger von 2009 gewinnt als Fahrer die Hellas-Rallye in Griechenland und soll sich von Giniel de Villiers getrennt haben

shz.de von
01. Juni 2018, 19:42 Uhr

Einen gelungenen Ausflug ans Lenkrad erlebte Dirk von Zitzewitz vom Karlshof in der Gemeinde Wangels in Ostholstein. Der 49-Jährige fuhr bei der Rallye Hellas der Konkurrenz davon, dabei wurde er mit dem Auto, einem Yamaha YXZ 1000 R, vom Hamburger Christoph Thielecke sicher über die Strecke navigiert. Auf drei von sieben Etappen fuhr das deutsche Duo Bestzeit und sicherte sich in der Gesamtwertung der Rallye, die über 1664 Kilometer führte, den ersten Rang.

Als Navigator hatte Dirk von Zitzewitz anklingen lassen, dass er sich beim Saisonhöhepunkt, der Rallye Dakar, auf dem Pilotensitz mehr Geschwindigkeit erhofft habe. Fahrer Giniel de Villiers erwies sich immer wieder als schneller, aber auch sehr vorsichtiger Fahrer. Höhepunkt der zwölfjährigen Zusammenarbeit bei der Rallye Dakar war im Jahr 2009 im Racing Touareg für das Werksteam von Volkswagen der Sieg in der Gesamtwertung. Danach landeten beide bei der wohl bekanntesten Rallye der Welt, die seit 2009 aus Sicherheitsgründen nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika gefahren wird, regelmäßig auf dem Podium, zuletzt im Januar 2018 auf den dritten Platz. Dabei lagen die beiden hinter dem Sieger Carlos Sainz/Lucas Curz (beide Spanien) sowie Nasser Al-Attiyah aus Katar, den der Franzose Matthieu Baumel auf den zweiten Rang navigierte. Ende März soll die Zusammenarbeit zwischen dem Südafrikaner de Villiers und dem Ostholsteiner beendet worden sein. Von Zitzewitz war gestern für eine Stellungnahme zur Trennung nicht zu erreichen.

Immer wieder unternahm Dirk von Zitzewitz Ausflüge auf den Fahrersitz, setzte sich bei Testfahrten und kleineren Rennen hinters Lenkrad. Ihm machte der Seitenwechsel im Cockpit Spaß, der eine willkommene Abwechslung bot.

Bei der Rallye Hellas, für die das Biwak in Olympia aufgeschlagen worden war, kam das deutsche Team auch mit Widrigkeiten wie einer halben Seitwärtsrolle, dem Steckenbleiben in einem tiefen Schlammloch, einem gebrochenen Schaltgestänge nebst 20 Kilometern im ersten Gang und anschließender, nächtlicher Getriebe-Revision, einem Plattfuß und weiteren kleineren Probleme zurecht. Es überwiegen die positiven Eindrücke: „Alles in allem eine wirklich erfolgreiche und schöne Hellas-Rallye für uns. Das Ergebnis stimmt – obwohl wir mit vielen Kleinigkeiten zu kämpfen hatten. Aber ich bin stolz darauf, dass wir immer die richtige Antwort gefunden haben. Zudem war es ein wirklich gutes Training für die „Dakar“, weil ich aus der Perspektive des Fahrers ein besseres Gefühl für das Timing der Navigation bekommen haben und damit in Zukunft das letzte Quäntchen herausholen kann. Kompliment an die Veranstalter – die Hellas-Rallye war extrem gut organisiert.“

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