Elard von Gottberg : "Von Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Eutin erschüttert"

"Wir sind in Süsel von der Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Eutin erschüttert." Das sagte der Süseler CDU-Vorsitzende Elard von Gottberg in Bosau.

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09. März 2012, 12:06 Uhr

Süsel | Er "platzte" damit gerade in die vorsichtig begonnene Neuausrichtung Bosaus in Richtung Kreisstadt Eutin. Die durch die Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Eutin erhofften Einsparungen seien nicht eingetreten, blickte der Süseler CDU-Chef auf die Forderungen der Stadt aus den vergangenen drei Jahren. Eutin und Süsel hätten gemeinsam noch viel zu viel Verwaltung. Elard von Gottberg ermunterte die Bosauer bei einer Verwaltungsgemeinschaft mit Eutin auch "heiße Eisen" in der Gemeindevertretung anzupacken. Sonst werde das strukturelle Defizit, so wie es auch in Süsel mitgeschleppt werde, nicht reduziert und die Gemeinde bewege sich weiterhin in der Schuldenfalle. Auf den Prüfstand müssten die Anzahl der Plätze in den Kindertagesstätten, die Existenz der Freiwilligen Feuerwehren oder die Dorfgemeinschaftshäuser. Die Gemeinde Süsel leiste sich noch einen Bauhof.
"Dürfen uns nicht auf die Verwaltung verlassen"

Die Gemeinde Süsel müsse ihre Interessen gegenüber der Verwaltung der Stadt Eutin ganz neu definieren und die Geschicke vor Ort selbst in die Hand nehmen. Von Gottberg: "Dabei dürfen wir uns nicht auf die Verwaltung verlassen, denn die verwaltet sich zunächst erst einmal selbst und es geht weiterhin bergab." Der Verwaltung müsse unbedingt auf die Finger geschaut werden.

Süsels CDU-Ortsvorsitzender wolle die Verwaltungs-strukturreform nicht generell schlecht machen. In Süsel allerdings habe sich die CDU mehr erhofft und sei jetzt über das Erreichte doch sehr enttäuscht.

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