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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 13:35 Uhr

Von Metaxa bis zum Thermo-Mix

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stress-Test: Comedian Markus Maria Profitlich lockte am Dienstabend rund 150 Besucher vor die Bühne auf der Landesgartenschau

von
erstellt am 01.Jun.2016 | 17:56 Uhr

Ein Stuhl, ein Koffer, ein paar schwarze Vorhänge, eine Blockflöte, eine „Pantomimen“-Puppe, ein Klo-Deckel und mittendrin: der Comedian Markus Maria Profitlich. Das reichte am Dienstagabend schon zur Unterhaltung von etwa 150 Zuschauern vor der Sparkassen-Bühne auf der Landesgartenschau.

„Mensch, Markus“ Maria Profitlich präsentierte den Eutinern sein neues Programm, mit dem er seit über sechs Wochen durchs Land tingelt. „Das Programm ist so frisch, dass ich vor Aufregung immer noch einen Klex in der Hose habe“, gestand Profitlich, der einige seiner Witze so gut fand, dass er es auf der Bühne selbst vor Lachen nicht mehr aushalten konnte. Das allein war für viele schon ansteckend.

Der Kölner, der gern mal hier im Norden ist, zeigte sich anfänglich „Schwer im Stress“ – so auch das Motto seiner Show. Gegen Stress helfe Meditation, Medikation und am Ende nur noch Metaxa. Gegen Stress helfe aber auch der Zeit sparende Thermo-Mix, „das Smartphone unter den Kochtöpfen, mit dem man nur noch nicht telefonieren kann“.

International wurde das Programm, als Markus Maria Profitlich seinen Gästen des Abends Anmachen auf finnisch, italienisch, französisch, deutsch oder holländisch erklärte. Und wenn der Chef des Hauses Profitlich mal Stress mit Kindern hat, dann macht er gern Yoga mit der Figur „liegender Elefant“.

Der Comedian kommt aber auch in Stress, wenn er auf der Mittelspur der Autobahn auf einen lahmen Autofahrer aus der Schweiz trifft: „Die Schweizer haben mehr Knochen im Körper, weil sie noch mechanisch funktionieren“, lautete seine Erklärung für die für ihre Langsamkeit bekannten Schweizer, die er „Alpen-Weinbergschnecken auf Valium“ nannte.

Stress kommt bei Profitlich aber auch beim Kauf eines Geschenkes zum 90. Geburtstag von Onkel Hubert auf. Ein Sauna-Gutschein? Geht nicht, Hubert hat Wasser in den Beinen. Geld? Er hat die Einführung des Euro nicht mitbekommen. Vielleicht einen Duftbaum für den Rolllator? Es muss auf jeden Fall ein „mumienkompatibles Geschenk“ sein. Dann zeigte Profitlich die Herstellung einer von einem Lama bespukten und geklöppelten Lama-Decke. Am Ende wurde es doch eine Klangschale: „Wenn Hubert Hunger hat, kann er daraus essen. Sie eignet sich aber auch als Bettpfanne.“ Am Ende habe er Graberde gekauft. Klar, dass auch noch ein Demenz-Test herhalten musste.

Und zwischendurch musste eine Pantomimen-Puppe herhalten, weil Markus Maria Profitlich sein Bauchredner-Potential nicht so richtig entfalten konnte. Eine Klo-Brille galt als Synonym für verstopfte Toiletten. Nach eineinhalb Stunden war dann Schluss – man muss selbst einen eigenwilligen Humor haben, um mitlachen zu können.  

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