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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 06:25 Uhr

Von Gartenjuwelen bis Blumenwiesen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ostholstein-Museum stellt das Programm für 2016 vor / Ausstellungen auf Landesgartenschau abgestimmt / Deutliches Besucherplus

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 08:48 Uhr

„Wir haben ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns, wir hoffen, dass es so weiter geht“, sagt Dr. Julia Hümme, Leiterin des Ostholstein-Museums angesichts des Besucherplus – rund 13  600 Kunstinteressierte besuchten 2015 das Ostholstein-Museum. „Wir hatten mit 11  500 kalkuliert“, ergänzt Hümme. Das Plus von 18 Prozent sei den Ausstellungen – Arp, Vogler und die noch laufende von und mit Armin Mueller-Stahl – zuzuschreiben. In diesem Jahr versucht das Museums-Team, an den Erfolg anzuknüpfen.

Das kommende Ausstellungs-Programm steht im Zeichen der Landesgartenschau (LGS) in Eutin. „Wir haben uns an der LGS orientiert, bieten aber auch ein kulturelles Gegengewicht“, sagt Hümme. Bereits im März – noch vor dem offiziellen LGS-Start – können sich die Besucher mit „Gartenjuwelen – Die Eutiner Staudengärtnerei Herms“ auf die Großveranstaltung einstimmen. Kurz darauf startet „ein besonderes Highlight“, so Hümme: Ab 13. März sind etwa 60 eigens angefertigte Bilder von Klaus Fußmann zu sehen. Der Maler, der in Gelting und Berlin zu Hause ist, hat sich erstmals künstlerisch mit der holsteinischen Landschaft auseinander gesetzt – passend für das Generalthema LGS des Ostholstein-Museums.

Im Juni folgt eine Installation von Atif Gülücü, der zuletzt 2008 in Eutin ausgestellt hatte. Jetzt ist „Die literarische Blumenwiese“ von ihm zu sehen – Genaueres werde aber noch nicht verraten, so Hümme. Die Museumschefin ist ebenfalls stolz auf die folgende Ausstellung: Im Juli sind Werke des international renommierten Künstlers Jörg Immendorff zu erleben. „Seine Arbeiten sind schon schwere Kost“, räumt Hümme ein, „aber er ist einer der wichtigsten Vertreter der neuzeitlichen Grafik.“

Einen ebenfalls bedeutenden Beitrag in der Kunstgeschichte hat Wenzel Hablik geleistet. Er sei einer der bedeutendsten Expressionisten Schleswig-Holsteins und habe zum Teil mit den Fingern gemalt, sagt Hümme. Die Ausstellung mit seinen Werken sei bereits für 2015 geplant gewesen, dann jedoch zugunsten von Mueller-Stahl verschoben worden. Die Schau sei nur durch eine Kooperation mit dem Hablik-Museum in Itzehoe ermöglicht worden, so Hümme.

„Nach der LGS sind die Eutiner dran“, sagt Hümme und spricht über historische Fotos, die das Museum ab Dezember zeigt. Der Clou: Die Beschreibungen zu den alten Stadtansichten sind verdeckt. Bevor die Abdeckungen gelüftet werden, können die Besucher raten, wo die Fotos einst entstanden sind. „Da werden viele Aha-Erlebnisse haben“, sagt Hümme schmunzelnd.

Mit diesem Programm und den Besuchern der LGS hofft Hümme, dass in diesem Jahr nochmals mehr Kunst-Fans ins Museum strömen. „Wir peilen 20  000 Besucher an“, sagt Hümme.

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