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HSV : Von einem kleinen Kicker und großen Vorbildern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Geschichte über die Verantwortung von Fußball-Profis.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 13:27 Uhr

Uwe Seeler, Willi Schulz, später Peter Nogly, Kevin Keegan und Rudi Kargus: Das waren die Helden des Hamburger SV in meinen Kinder- und Jugendtagen. Im Volksparkstadion habe ich gesehen, wie der HSV in der Bundesliga Erfolge feierte, wie er im Europapokal Real Madrid und Inter Mailand mit Karl-Heinz Rummenigge auf Augenhöhe begegnet ist.

Auch heute hat der Verein, haben die Spieler eine Strahlkraft, die bis in Kinderstuben und Jugendzimmer reicht. So ist der achtjährige Moritz aus Eutin HSV-Fan durch und durch. Oma und Opa hatten die zündende Idee: Sie schenkten ihm eine Trainingswoche beim HSV in Norderstedt. Eine super Idee, erinnert sich der Vater. Nur kam im heimischen Garten eine Waschbetonplatte dazwischen, die Moritz auf den Fuß fiel. Der schwoll mächtig an, eine erste Hilfe durch einen Fachmann gebot der Schwellung Einhalt – doch an Fußball war erst einmal nicht zu denken.

Noch drei Tage bis zum HSV-Training: „Guck mal, ich kann doch schon prima laufen!“ Dabei sei Moritz über den Rasen gehumpelt, erinnert sich der Vater. Noch zwei Tage: Da probierte Moritz, den Fuß dick in Schutzschichten eingepackt, tapfer den Schuh seines großen Bruders an, passt. Noch ein Tag: Er kickt mit dem gesunden Fuß.

Am Montag trat er zum Training an, und bekam irgendwie den eigenen Fußballstiefel an. Die Woche verging wie im Fluge. Moritz trainierte fleißig und lernte viel übers Fußball spielen. Dem HSV will er treu bleiben – auch wenn es seinem Vater schwer fällt, denn der ist Fan des FC Bayern München. „Wenn ich eines Tages Profi beim HSV werde, dann drückst du doch aber mir die Daumen?“, hat Moritz seinen Vater gefragt. Klar hält der Papa zu seinem Sohn.

Es wäre doch schön, wenn sich Rafael van der Vaart, Rene Adler, Marcell Jansen und ihre Mitspieler klar machen, dass sie auch für die Zukunft Verantwortung tragen, wenn sie mit der Raute auf dem Trikot auflaufen. Dafür, dass nicht nur der achtjährige Moritz viele Hoffnungen darin setzt, dass der HSV in der Bundesliga bleibt – und dass er auch künftig voller Stolz zu ihnen aufblicken möchte.

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