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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 06:25 Uhr

Von der Ostseeküste ans Schwarze Meer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neustädter Beamte der Bundespolizei See als Experten in Bulgarien im Einsatz

Der Dienst Bundespolizei See besteht nicht nur aus der täglichen Wahrnehmung von Polizeiaufgaben in Nord- und Ostsee. Angesichts einer wachsenden Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit bei der Kriminalitätsbekämpfung sei eine Kooperation mit anderen europäischen Partnern wichtig, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Seit 2008 unterstütze die Bundespolizei See in Neustadt den bulgarischen Grenzschutz im Rahmen einer Küstenwachpartnerschaft.

Wie die Bundespolizei See in Deutschland seit 50 Jahren für die maritimen Aufgaben der Bundespolizei auf See zuständig ist, nimmt in Bulgarien das Grenzschutzamt in Burgas an der Schwarzmeerküste diese Aufgabe wahr. In regelmäßigen Abstanden haben sich Beamte aus beiden Landern zum Erfahrungsaustausch und zu gemeinsamen Fortbildungen in Burgas und in Neustadt getroffen. Die Zusammenarbeit ist zu einem EU-Projekt geworden, in dessen Rahmen 29 Expertentreffen organisiert wurden, 17 davon in Neustadt.

43 bulgarische Grenzschutzangehörige haben in Deutschland im Rahmen der gemeinsamen Fortbildung Unterstützung bei der Arbeit gegen illegale Einwanderung über See erhalten. Deutsche Experten waren daneben auch in Bulgarien und haben dort an der Weiterentwicklung in Fragen der Sicherheit in Hafen und auf See zusammengearbeitet.

Die besondere Verbundenheit der deutschen Grenzschützer zu den Kollegen aus Burgas ergebe sich auch aus der Tatsache, dass der bulgarische Grenzschutz neben zahlreichen modernen Booten auch noch drei alte Einsatzschiffe der Baujahre 1969 und 1970 habe, die er 2004 vom damaligen Bundesgrenzschutz in Neustadt erworben habe. Deutsche Schiffbauqualität und bulgarische Technikfähigkeiten trügen dazu bei, dass diese über 40 Jahre alten Schiffe heute noch im täglichen Dienst auf See zum Schutz europäischer Außengrenzen eingesetzt würden.

Als vorerst letztes Treffen waren Beamte der deutschen bei den Kollegen in Burgas. Gemeinsam wurden dort die in den vergangenen Jahren erzielten Ergebnisse bewertet und es wurde über die künftige Zusammenarbeit gesprochen.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 13:38 Uhr

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