Vom Pferd zum Auto ohne Fahrer

Eine Männerdomäne: Die neuen Gesellen der Innung für Kraftfahrzeugtechnik stellten sich zum Gruppenbild mit Dame audf.
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Eine Männerdomäne: Die neuen Gesellen der Innung für Kraftfahrzeugtechnik stellten sich zum Gruppenbild mit Dame audf.

Freisprechfeier der Eutiner Innung für Kraftfahrzeugtechnik: Lebenslanges Lernen notwendig, um beruflich auf der Höhe der Zeit zu sein

shz.de von
30. Januar 2015, 19:55 Uhr

So irren sich selbst Majestäten: Kaiser Wilhelm sah vor gut 100 Jahren das Automobil als „vorübergehende Erscheinung“, denn „Ich glaube an das Pferd.“ Aber nicht Hufschmied, sondern Kfz-Mechaniker sei dann zu einem Beruf geworden, der auch künftig für die Mobilität der Gesellschaft gefragt sein werde, stellte Frank Famulla, Obermeister der Innung für Kraftfahrzeugtechnik Eutin, schmunzelnd bei der Freisprechfeier für Kraftfahrzeugmechatroniker fest.

24 dieser Fachkräfte wurden am Freitagabend in der Kundenhalle der Sparkasse Holstein in Eutin offiziell als Gesellen aus der Ausbildung entlassen. „Geselle ist, wer etwas kann. Meister ist, wer etwas ersann. Aber Lehrling ist jedermann!“, gab Lehrlingswart Rolf Schöning den 23 Männern und mit Ingrid Immhof auch einer Kfz-Mechatronikerin mit auf den weiteren Berufsweg. Alle sollten nicht die Möglichkeit versäumen, sich kontinuierlich fortzubilden.

Damit gab der Lehrlingswart den allgemeinen Tenor der Freisprechungsfeier vor. Neben der stellvertretenden Kreispräsidentin Waltraud Grothkopp und Eutins stellvertretendem Bürgervorsteher Karlheinz Jepp wies auch Frank Famulla auf die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens in der Kraftfahrzeugtechnik hin. Schließlich habe die Automobilindustrie mit Innovationen vom Hybridantrieb über Ausstattungsextras wie Einparkhilfen und Spurkontrolle bis hin zum Elektroauto dafür gesorgt, dass die Arbeit eines Kfz-Mechatronikers nicht mehr viel mit dem veralteten Berufsbild eines einfachen Mechanikers gemeinsam hat. „Und wenn man daran denkt, dass nun schon erste Prototypen selbstfahrender Autos über die Teststrecken rollen, dann wissen Sie, dass dieser Job ohne ständige Weiterbildung nicht funktioniert.“

Joachim Wallmeroth, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, hielt den Junggesellen ein Zitat des ehemaligen US–Präsidenten Abraham Lincoln vor Augen: „Suchst du einmal eine helfende Hand, so findest du sie zuerst am Ende deines eigenen Armes.“

Als Jahrgangsbeste zeichnete Reinhard Henß-Thamm, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, Jan-Hendryk Rönfeldt(Lehrbetrieb Autohaus Hansa Nord Eutin) und Gerrit Evers (Süverkrüp + Ahrendt, Eutin) aus.

Freigesprochen wurden außerdem:

Bernicke, Maik (Autorecycling Milon, Lensahn), Bierett, Dennis (Warnholz, Pansdorf), Bittkau, Dustin (Harry, Neustadt), Buck, Janik (Süverkrüp + Ahrendt, Eutin), Dostall, Francesco, Haß, Sebastian (Senger, Eutin), Immhoff, Ingrid (Authof Belter, Eutin), Johann, Thorben (Brietzke Autoservice, Lübeck), Junger, Marco, Meindl, Andre , Moehl, Michel, Neven, Kristof, Sternke, Maik (alle Autohaus am Bungsberg, Westphal, Rene Schönwalde), Kaun, Kim-Sebastian (Autohaus Zankel, Malente), Kloth, Kai-Uwe (Auto & Freizeit, Eutin), Mikloweit, Richard (Thomas Bock, Kaköhl), Pleger, Marc (Autohaus Hansa Nord, Eutin), Samariter, Willi (Autohaus Ahrensbök), Treptow, Marvin (Senger, Neustadt), Wittorf, Lorenz (Auto-Schneider Timmendorfer Strand), Kelling, Marcel (LHG Lübeck),

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