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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 06:43 Uhr

Vom Fundstück zum Schnäppchen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Am kommenden Sonnabend versteigert die Stadt Eutin wieder Fundsachen, die im vergangenen halben Jahr nicht abgeholt wurden – darunter sind neben Kuriositäten auch so manches Schätzchen.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Ein wertvoller Lodenmantel, ein Elbsegler, Handys oder eine Kette mit „Schalke 04“-Anhänger – „Was Menschen so alles verlieren“, wundert sich auch Christiane Boljun. Die Mitarbeiterin des Eutiner Bürgerbüros stellt gerade die Kisten mit Fundsachen zusammen, die am kommenden Sonnabend versteigert werden sollen. „Da kann man schon ein Schnäppchen machen“, sagt Boljun, die diese herrenlose Gegenstände nun schon ein halbes Jahr lang in Verwahrung hat. Wenn sich innerhalb dieser Frist niemand melde, sein Eigentum zurückfordere oder der Finder selbst Interesse an seinem Fund habe, gibt die Stadt die Fundstücke gegen Höchstgebot in neue Hände. Vor ein paar Jahren war sogar mal ein Gebiss in der Versteigerung, erinnert sich Boljun. Und es fand einen Käufer. „Der wollte das als Scherz verschenken“, erinnert sich Boljun an das Fundstück, das damals zum Preis von einem Euro wegging.

Neben der Kette eines Fußballfans oder dem edlen Mantel einer Besucherin der St.-Michaelis-Kirche warten aber jetzt noch weitere Stücke
auf neue Eigentümer – am kommenden Samstag, 18. Oktober, können auf dem Gelände Weidestraße 15 (vor dem ehemaligen Gebäude des Kinderschutzbundes) auch Handys, Taschen, Bekleidungsstücke wie Schals und Handschuhe, Regenschirme oder Uhren ersteigert werden. Nicht zu vergessen: rund zwei Dutzend Fahrräder, die ebenfalls in Eutin und der Gemeinde Süsel verloren und nicht abgeholt wurden.

Schon ab 10.30 Uhr besteht die Möglichkeit, die Fundsachen in
Augenschein zu nehmen – bevor um 11 Uhr die Versteigerung beginnt, hätten die rechtmäßigen Besitzer noch eine letzte Chance, ihr Eigentum abzuholen, so Boljun.

Viel Kleinkram sei bereits ab 10.30 Uhr zum Festpreis von einem Euro erhältlich, sagt Boljun, die seit sechs Jahren „städtische Hüterin der Fundsachen“ ist. Bei der Versteigerung, die von einem ihrer Kollegen moderiert wird, gilt ein Mindestgebot von ebenfalls einem Euro. „Viele Leute schaukeln sich aber schnell hoch mit ihren Geboten“, sagt Boljun. Das Höchstgebot erhalte schließlich den Zuschlag. Und sämtliche Einnahmen fließen letztlich in den Haushalt der Stadt. So kommen die Fundstücke nicht nur in neue Hände, sondern die Einnahmen auch der Allgemeinheit zu gute.

 



 

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