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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 06:41 Uhr

Eutin : Vollsperrung an der Stadtbucht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 20. April beginnen die Arbeiten für die Neugestaltung von Seepark und Stadtbucht. Bauamt informierte die Anrainer über Maßnahmen

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2015 | 08:42 Uhr

Noch zehn Tage, dann wird Eutin erstmals zu spüren bekommen, was es heißt, eine Stadt unter Zeitdruck zu sanieren. Dass derzeit schon längst fleißig gebaggert und gebaut wird an der Oldenburger Landstraße und bald auch am Südeingang für die Landesgartenschau, sieht bisher nur ein Teil der Pendler. Doch ab 20. April sind nahezu alle Eutiner und die, die zum Arbeiten in die Kreisstadt kommen, betroffen – das wurde bei der Infoveranstaltung am Donnerstagabend im Bauamt deutlich.

Das Wichtigste zuerst – hier wird abgesperrt: der Parkplatz am Schloss, die Stadtbucht-Promenade, die Parkanlage Am Rosengarten. Im Seepark ist nur noch der Heinrich-Lüth-Weg bis Bleekergang sowie der Weg vom Ruderverein zur Bebensundbrücke begeh- und befahrbar.

Was passiert wo? Auf dem Parkplatz am Schloss soll zur LGS die Hauptbühne der Sparkasse mit 800 bis 1000 Plätzen stehen, auf der ein Großteil der insgesamt 2000 geplanten Veranstaltungen stattfinden soll.

Hinter den Schlossterrassen hinunter zur Stadtbucht soll ein barrierefreier Zugang zur Stadtbucht geschaffen werden. Auch die Promenade wird gestaltet – „als Promenade für alle“ mit Natursteinbelag ebenfalls barrierefrei, neuen Lampen und einem Holzdeck direkt auf dem Wasser. In der Gartenanlage Am Rosengarten wird der derzeit wassergebundene Weg gepflastert.

Was wird aus dem Haus des Gastes (HdG)? Martin Klehs, LGS-Geschäftsführer: „Auf dem Gelände davor ist eine Gastronomie für bis zu 200 Personen geplant.“ Diese sollen vor dem HdG in einem „Glasbau“ sitzen, der seeseitig Glasfronten hat. Die Toilettenanlage sollen sich dahinter befinden. Alles, was dann noch vom Gebäude zu sehen ist, könnte laut LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt gut mit Bannern und Eigenwerbung verhüllt werden.

Im Seepark stehen alle Zielgruppen im Mittelpunkt, von den Kleinkindern bis hin zu den Großeltern: Dort werden laut Klehs Erholungs- und Erlebnisflächen geschaffen (wir berichteten). Nicht nur für die fünf Monate der Gartenschau: „Alles, was wir in der Stadtbucht machen, und das Meiste im Seepark bleibt. Vieles auf dem LGS-Gelände ist temporär, aber hier wird zur dauerhaften Nutzung gestaltet“, betont Rubelt. Dauerhaft meint nach Ansicht der Zuschussgeber mindestens 25 Jahre.

Gerade die Realisierung der zahlreichen Planungen macht die großräumige Sperrung des Seeparks nötig.
Die Verbindung von der Schwimmhalle in die Stadt führt künftig über den Heinrich-Lüth-Weg bis zum Bleekergang und von dort in die Riemannstraße. Einzig der Weg von der Ecke am Ruderverein (Verlängerung Hopfengang) zur Bebensundbrücke und bis zum Seglerverein ist durch den Seepark begeh- und befahrbar. Zur LGS soll am Heinrich-Lüth-Weg/Ecke Bleekergang und im Bereich der Bebensundbrücke ein Durchgang für Dauerkartenbesitzer eingerichtet werden, der wochentags für die Schüler schon ab sieben Uhr öffnet. Die LGS öffnet offiziell von 9 bis 19 Uhr, die Gastronomie auf dem Gelände soll jedoch auch darüber hinaus nutzbar sein.

Was sagten die Anrainer dazu? Viele wunderten sich ob der kompletten und langfristigen Sperrung der Sahnestücke Eutins. Auf die Versuche einiger Anwesender, längst beschlossene Vorhaben in Zweifel zu ziehen, entgegnete Rubelt: „Erneuerungen brauchen Baustellen, deshalb ist die Nutzung bestimmter Bereiche 2015 und 2016 eingeschränkt, aber dafür bekommen Sie auch die Möglichkeit, das Angebot mitzugestalten und selbst von April bis Oktober nächsten Jahres für einen sehr guten Preis zu genießen.“ Er selbst sei als Anwohner der Stadtbucht von den Einschränkungen betroffen, nehme diese aber gern in Kauf, weil Eutin diese Veranstaltung brauche und sie Anstoß für vieles sei.

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