Vogthaus-Sanierung teurer und später

Wann genau die Sanierung des Vogthauses beginnt und wie teuer es wird, ist offen und hängt von mehreren Faktoren ab.
Foto:
Wann genau die Sanierung des Vogthauses beginnt und wie teuer es wird, ist offen und hängt von mehreren Faktoren ab.

Neue Ausschreibung nötig? Mit Glück wird ein Jahr später als erwartet mit der Sanierung begonnen / Förderbescheid kam später / Lernprogramm findet trotzdem statt

shz.de von
06. Januar 2018, 00:20 Uhr

Die Sanierung des Vogthauses zum Haus der Stiftungen verzögert sich nunmehr schon fast ein Jahr. „Jetzt geht es los“ – hieß es im Mai 2017 vor dem Vogthaus: Das feierliche Zerschneiden der Schleife vor dem sanierungsbedürftigen Gebäude war eine der letzten Amtshandlungen des ehemaligen Eutiner Bauamtsleiters Bernd Rubelt, bevor er nach Potsdam ging (wir berichteten). Doch seit dem ist nicht viel passiert.

Ein Grund für die Verzögerung ist die späte Genehmigung des Förderbescheids aus Kiel, die kam erst Ende September, dabei sollte die Sanierung da längst im Gange sein. Ob die Diskussionen um „Bounty“-Meuterei und Treppe zur Verärgerung in der Landeshauptstadt gesorgt haben, kann nur gemutmaßt werden. Die Stadt Eutin begründet ihrerseits die Zeitverzögerung mit „Planungsänderungen der Außenanlagen“.

Die Pläne der Sparkassen-Kulturstiftung, dort einen besonderen außerschulischen Lernort mit dem Programmtitel „Erlebnis Küchengarten“ zu initiieren, sind längst fertig – im März startet das Programm, allerdings nicht im fertigen Vogthaus. „Wir sind der Stiftung Schloss Eutin sehr dankbar, dass wir das Neuholländerhaus zwischenzeitlich nutzen können“, sagte Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Stiftungen Sparkasse Holstein. Neben der Zeitverzögerung gebe es aber noch ein weiteres Problem: Es müsse abgeklärt werden, ob die Kostenvoranschläge der Unternehmen auch noch in diesem Jahr gelten oder neu gerechnet und ausgeschrieben werden müssten. Laut Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt werde derzeit daran gearbeitet, dies zu klären. Eine Kostensteigerung ist allerdings schon jetzt um fast 100 000 Euro ersichtlich: Zum Jahresende 2016 waren im Maßnahmenplan 2017 für die Sanierung des Vogthauses plus Nebengebäude rund 638 000 Euro eingeplant, Ende 2017 wurde in der Stadtvertretung der Maßnahmenkatalog mit 723 870 Euro für die selbe Maßnahme durchgewunken.

Die Stiftung plant für den Einbau einer neuen Küche sowie Gestaltung der Außenanlagen rund 40 000 Euro ein, sagte Schumacher. Die Sanierung der Gebäude läuft über die Städtebauförderung. Die Stiftung übernimmt während der Nutzung die laufenden Kosten. „Es ist ein einmaliger Lernort, aber erst einmal geht es darum, die alte Substanz der Gebäude für die Zukunft fit zu machen“, sagte Schumacher.

Die Kindergärten Ostholsteins können sich bereits bei der Naturpädagogin Stefanie Hönig anmelden, sie hatte bereits „Plietsch grün“ zur Landesgartenschau betreut.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen