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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 22:12 Uhr

Virtuelles sorgt für Verwirrung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 16:01 Uhr

Wenn Fußball im Fernsehen zu sehen ist, dann haben Rosamunde Pilcher oder die Geschichten der Kaiserin „Sissi“ keinen Platz mehr in unserem Wohnzimmer – obgleich meine Frau bei den Filmen am besten auf dem Sofa vor dem Fernseher einschlafen kann.

Es ist zur netten Gewohnheit geworden, dass mein Sohn Malte seinen gern Chips „rot-weiß“ essenden Freund Jan zum Fußballschauen zu uns einlädt. Jan kann als Wiesenhof-Bremen-Fan eigentlich nicht viel Ahnung von Fußball haben. Dennoch wettet er mit immer bescheidenen Beträgen online und ist meist ziemlich aufgeregt, wenn es mal mit seinen Clubs nicht so läuft.

Jan und Malte kicken auch gemeinsam gegeneinander – virtuell mit einer Spielkonsole und manchmal auch online. Man hört dann plötzlich einen Schrei durchs Haus hallen, wenn mal wieder ein virtuelles Tor eingefangen wurde. Am Mittwoch nach dem Bayern-Spiel war ich noch schnell in die Redaktion gefahren, um die OHA-Leser aktuell in der Zeitung am nächsten Morgen über das Ergebnis zu informieren. Als ich wieder nach Hause kam, saßen Jan und Malte immer noch in der Stube vor dem Fernseher und schauten Fußball. Hatte ich etwas verpasst? War da noch ein Spiel? Die beiden Jungs jubelten und ich setzte mich natürlich gleich dazu. Es war ein Spiel zwischen Barcelona und Real Madrid – ein echter Knaller. Eigentlich. Nach fünf Minuten merkte ich, dass Jan und Malte die Konsole an den Fernseher angeschlossen hatten und dort nur den Film eines zuvor virtuell gespielten Spiels ablaufen ließen. Ihre Freude war groß, dass sie mich auch einmal reinlegen konnten. Aber die beiden müssen in den nächsten Wochen sehr wachsam sein. Michael Kuhr

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