Zwangsversteigerung in Plön: : Vierter Versuch für Lübsches Tor

Das Lübsche Tor soll am 25. August in einem vierten Versuch versteigert werden.
Das Lübsche Tor soll am 25. August in einem vierten Versuch versteigert werden.

Vierter Termin einer Versteigerung des ehemaligen Einkaufszentrums vor dem Amtsgericht in Plön wurde für den 25. August anberaumt

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12. Juni 2014, 12:06 Uhr

Neuer Versuch – neues Glück: Das Lübsche Tor in der Lübecker Straße 24 in Plön kommt erneut unter den Hammer. So startet am Montag, dem 25. August, um 11 Uhr im Amtsgericht der mittlerweile vierte Versuch, das Geschäftshaus zu verkaufen. Unverändert ist der Verkehrswert, der mit 1,83 Millionen Euro angegeben wird.

Die Einkaufspassage „Lübsches Tor“ ist seit bereits vielen Jahren ein „Sorgenkind“ in Plön. Beim dritten Termin einer Zwangsversteigerung vor zwei Jahren war der Zuschlag nicht erteilt worden. Ein Interessent aus Kiel hatte als einziger 450 000 Euro für den Komplex geboten. Das war offenbar selbst Rechtspfleger Lutz Sonntag damals zu wenig. Von Amts wegen erteilte er den Zuschlag nicht.

Der Investor wollte ein Konzept für das „Lübsche Tor“ in der Tasche haben. Doch auf Betreiben der beiden Frankfurter Unternehmen „Tailor Wessing“ und „Hudson Advisors“ wurde der vierte Termin kurzerhand abgesagt. Vielleicht, weil der Plöner Rechtspfleger dann den Zuschlag nicht mehr hätte verweigern können. Das „Lübsche Tor“ war einst von ausländischen Investoren finanziell „an die Wand gefahren“ worden.

Zum Verkauf stehen drei Teile des 1983 (Kaufhaus De Boer) erbauten Lübschen Tores mit einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmeter Gewerbefläche. Zusammen sind es 14 Laden-, Büro- und allgemeine Gewerbeeinheiten: das Kellergeschoss mit einem ehemaligen Supermarkt (360 000 Euro) steht bereits seit 20 Jahren leer, das Erdgeschoss mit kleinen Geschäften (755 000 Euro) und das Obergeschoss (695 000 Euro), das aktuell ein florierendes Fitness-Studio nutzt. Im Erdgeschoss wird ein Geschenke-Laden vorgehalten. Außerdem sind ganz oben noch zwei Eigentumswohnungen, die im privaten Eigentum sind. Ein Plöner Makler ist mit der Vermietung der Gewerberäume beschäftigt – offensichtlich mit nur wenig Erfolg.

Mit einem Shop-in-Shop-System sollte das „Lübsche Tor“ 1991 durch dänische Investoren wieder auf Schwung gebracht werden. Mieter blieben allerdings aus, weil sich das städtische Geschäftsleben mehr in der Langen Straße abspielt oder Plöner in größeren Nachbarorten einkauften. Ein Plöner Makler nahm sich 2001 der Zukunft des Gebäudes an. Mieter sollten ein halbes Jahr von Mietzahlungen befreit werden. Auch das blieb ohne Erfolg.

Die Gewerbe-Immobilie ist bereits seit Ende Januar 2008 beschlagnahmt worden. Der Grund: Es hatten sich Schulden aufgetürmt – bis jetzt weit über 3 Millionen Euro. Der Gesamtwert der Immobilie liegt allerdings bei rund 1,83 Millionen Euro. Gläubiger ist die Helios-Investment GmbH aus Frankfurt.


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