Süsel : Vielseitigkeit auf Englisch

Trat international gegen Lucinda Green an: Karl Schulz aus Böbs.
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Trat international gegen Lucinda Green an: Karl Schulz aus Böbs.

Die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin Lucinda Green gab im Süseler Reiterpark ihr Wissen weiter

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06. August 2018, 10:53 Uhr

„Come on … that’s good … next jump … come on ...!“ – Komm schon – gut so – nächster Sprung ... Englisch war an zwei Tagen die Sprache im Max-Habel-Reiterpark am Süseler Baum. Der Grund: Die „Königin der Vielseitigkeit“, Lucinda Green aus Großbritannien, gab ihre Erfahrungen an Wissbegierige weiter. Europa-Gold und Olympisches Silber zählen zu ihren größten Erfolgen, wie Katja Mertin, die für den Park die Öffentlichkeitsarbeit macht, sagt. Und nicht selten sei von den Lehrgangsteilnehmer zu hören gewesen: „Die wird zu Recht Königin genannt.“

18 Teilnehmer genossen den in Englischer Sprache angelegten Unterricht mit Lucinda, wie Mertin weiter berichtet. Theorie und Praxis in guter Mischung, das konnte die prominente Lehrerin anbieten, verbunden mit vielen Ideen und Lösungen.“ Sie erklärte alles sehr gut und ging immer auf das jeweilige Pferd-Reiter-Paar gezielt ein“, sagte Teilnehmerin Christiane von der Recken. Und Sabine Flörkemeier, die extra aus Herford angereist war, stieg ab, grinste breit und sagte nur verschwitzt: „Wann darf ich wiederkommen? Ich will mehr.“ Sie schwärmte: „Die Anlage: ein Traum – der ideale Ort, um die unerfahrenen Pferde an den Sport heranzuführen.“

Auch Teilnehmer wie Marie Kraack, Franziska Keinki und Falk Stankus, die international unterwegs sind, nahmen neue Eindrücke mit. Lucinda Green zeigte sich nah und aktiv bei jedem Reiter. Die 63-Jährige lobte die Organisation. „So hoch im Norden war ich noch nie, und es gefällt mir sehr gut hier. Die Anlage bietet viele Möglichkeiten, individuell auf die Stärken von jedem eingehen zu können,“ ließ sie übersetzen. Aber ihr Englisch war gut zu verstehen.

Überraschend kam Karl Schulz (Kalle) vom Stall Madrigal in Böbs vorbei, es gab ein großes „Hallo“. Kalle und Lucinda ritten vor über 30 Jahren international gegeneinander. Schulz lächelnd: „Ich musste immer zusehen, das ich in der Dressur vor Lucinda lag, im Gelände war sie immer 2 Sekunden schneller als ich“. Zu dieser Zeit war noch Max Habel Bundestrainer. Ein Stück Geschichte wurde lebendig an diesem Tag: Zwei Olympiateilnehmer im dem nach dem früheren Bundestrainer benannten Park. Ein englischer Begriff traf die Stimmung besonders gut: „Wow“.

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