Eutin : Viele Wunschzettel beim 2. Workshop „Integration“

Katharina Euler (l., Migrationsmanagement des Kreises) beim Gedankenaustausch mit Efrem Tesfay (Beratungsstelle ZBBS) und einer Praktikantin der Stadt Eutin.
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Katharina Euler (l., Migrationsmanagement des Kreises) beim Gedankenaustausch mit Efrem Tesfay (Beratungsstelle ZBBS) und einer Praktikantin der Stadt Eutin.

Kinderbetreuung, Freizeit-Börse und Feste für Einheimische und Migranten sind einige der Wünsche des 2. Zukunftsworkshops Integration in Eutin.

shz.de von
11. Oktober 2018, 14:39 Uhr

Welche Ideen haben  Migranten und Einheimische für eine bessere Integration und  wer möchte sich wie bei Projekten  einbringen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 2. Zukunftsworkshops der Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Eutin. Sophia Schutte, Eutins Flüchtlingskoordinatorin, und Susanne Kanis vom Kreis Ostholstein boten Migranten, Freiwilligen und Profis eine Plattform zum Gedankenaustausch und Kennenlernen.

Herbert Rüßmeyer  trug  eine Idee vor. Er wünsche sich eine interkulturelle Gruppe für Männer und sei bereit, dort mitzumachen.  Mit Efrem Tesfay  und weiteren Teilnehmern saß der Neu-Eutiner im Kreishaus und tauschte Ideen und Wünsche aus. Efrem Tesfay, Mitarbeiter der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten (ZBBS) in Eutin  wünschte sich Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten aber auch  Anerkennung für Migranten. Wichtig sei es, allen  Bildung zu ermöglichen. Mit am Tisch saß Frank Lunau, der sich als Mitarbeiter der „Ostholsteiner“, stellvertretender Vorsitzender der Ballspielgemeinschaft Eutin und Mitglied im Netzwerk ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit mit Integration bestens auskennt. Mit Interesse nahm er auf, was sich Rüßmeyer und Tesfay  wünschten. Durch Tesfay lernte der Insider die  ZBBS als eine weitere Organisation kennen, die Flüchtlingen hilft. Genau solches  „Netzwerken“ hatten  Susanne Kanis  und Sophia Schutte mit ihrem Angebot im Sinn.

Zu Gast war Ilhan Isözen. Der Leiter des Lübecker Hauses  der Kulturen berichtete von seiner langjährigen Integrationserfahrung in Lübeck. Er empfahl: „Kultur braucht Raum“. Das Gefühl, über all Gast zu sein, müsse endlich aufhören. Damit die Menschen zueinanderfänden  und mögliche Ängste abbauten, brauche es  Räume für Begegnungen. Sie zu finden brauche Zeit, Mut und Geduld. Räume förderten offene,  tolerante und respektvolle Begegnungen.

Am Ende hatten die Teilnehmenden eine Liste mit Wünschen erarbeitet: Frauen brauchen Kinderbetreuung während der Integrationskurse und Arbeitszeiten,  andere wollen einen Kommunikationstreff mit Themenangebot, eine lokale Online-Freizeitbörse, oder sie  bieten Besuche in  Altenheimen an.

Für  Sophia Schutte war der Workshop vielversprechend. Nachträglich ihr Hinweis: „Wir stehen noch am Anfang der Integration. Es wird etliche Jahre bis dahin  brauchen. Dazu sind  alle, Privatpersonen wie Führungskräfte, gefordert.“juk

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