zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 11:35 Uhr

Eutin : Viele wollen helfen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehr als 70 Ehrenamtler interessierten sich für Arbeit mit Flüchtlingen / Beauftragte sind begeistert

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 12:30 Uhr

„Die große Welle der Hilfsbereitschaft ist beeindruckend“, freute sich Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz bei der Eröffnung des Helfertreffens in der Stolbergstraße 8 am Mittwochabend. Schüler, Vertreter der Kirche, des Kinderschutzbundes, des DRK’s, der VHS und zahlreiche weitere Ehrenamtler – insgesamt mehr als 70 – waren der Einladung der Stadt gefolgt und wollten die beiden „Neuen“ kennenlernen.

Seit nunmehr fünf Wochen sind Sophia Schutte als Koordinatorin und Christian Grantz als Betreuer für Flüchtlinge im Einsatz. „Wir können diese Aufgabe nicht ohne Ehrenamtler erfüllen, denn wir sind noch lange nicht am Ende“, sagte Schulz. Neben den steigenden prognostizierten Zahlen kämen die Familienzusammenführungen auf die Stadt zu – „es geht hier nicht ums Angstmachen, aber das dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren.“ Uwe Wille, Migrationsbeauftragter des Kreises, verdeutlichte die Herausforderung in Zahlen: „Für den Kreis Ostholstein sind in diesem Jahr 880 Aufnahmen von Asylbewerbern geplant, realistisch sind aber mindestens 1000. Denn allein in diesem Jahr haben wir schon 300 Menschen aufgenommen.“ In Eutin leben derzeit schon rund 90 Flüchtlinge, mit 80 bis 100 Neuankömmlingen rechnet die Stadt in diesem Jahr.

Jeden Donnerstag steigen am Bahnhof Menschen aus dem Zug, die in Eutin oder im Kreis eine neue Heimat suchen. Sie werden – bleiben sie in Eutin – mit Willkommenspaketen von Christian Grantz empfangen, der sie auf dem langen Weg durch alle Behörden begleitet, bis sie gemeldet sind, Wohnraum zugewiesen bekommen und vom ersten Geld Lebensmittel gekauft haben. „Die meisten, die hier ankommen, sind junge Männer, die als erstes im Lindenbruchredder untergebracht werden“, sagt Grantz. Dort habe sich schon viel gebessert, doch für dauerhaftes Wohnen sei der Ort nicht geeignet. Grantz und Schutte bemühen sich deshalb um zeitnahes Umziehen in eigene Zimmer oder Wohnungen der Stadt.

Weiter geht es im OSTHOLSTEINER ANZEIGER:

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen