Plön : Viele Ideen für die Fegetasche

Für die Fraktion der Grünen stellte Stephanie Meyer einen Entwurf vor, wie sich das Hotel in das Grundstück an der Fegetasche einfügen ließe.
Für die Fraktion der Grünen stellte Stephanie Meyer einen Entwurf vor, wie sich das Hotel in das Grundstück an der Fegetasche einfügen ließe.

Städtischer Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung machte sich Gedanken über die Gestaltung eines neuen Hotels in Plön.

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27. Juni 2019, 17:34 Uhr

Plön | Wie könnte sich ein Hotel in das Grundstück an der Badewiese Fegetasche einfügen? Die Fraktionen des Plöner Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung (SteP) haben sich seit der letzten Sitzung Anfang Juni Gedanken gemacht und stellten ihre Anregungen Mittwochabend vor.

Für die CDU favorisierte Vorsitzender Gernot Melzer eine Bebauung von 15 Prozent der Fläche mit Einbahnstraßenregelung bei der Zufahrt, eine Brücke als Wegeverbindung zum Restaurant und keine exklusive Nutzung des Restaurants für Hotelgäste.

„Wir können Visionen entwickeln“, schlug Bernd Möller (SPD) eine Hauptanbindung über den Sandweg vor mit Parkraum im Kellergeschoss des Hotels, wenn man den Hang nutze. So gelangte das Gebäude nicht so weit in Richtung Tennisplätze und man hätte eine erhaltenswerte Blickachse. Man könnte das Restaurant aufs Wasser setzen, brachte er die Floating Homes (schwimmende Häuser) erneut ins Gespräch. „Das Strandhaus muss komplett weg.“

Ingo Buth (SPD) meldete sich mehrfach zu Wort, um einen Architektenwettbewerb vorzuschlagen. Manfred Rose (SPD) sprach sich für einen Erhalt der Freizeitqualität an der Fegetasche aus. Das Gebäude nach Westen zu verschieben, hätte wieder eine zusammenhängende Fläche zur Folge.

Für die Fraktion der Grünen hatte Stephanie Meyer eine Visualisierung mitgebracht, in der das Hotel in drei Gebäude aufgeteilt ist. So ließe sich auf Fenster zur Nordseite (B 76) verzichten. Das Hotel müsse Seeblick und eine wirtschaftliche Größe haben. Meyer plädierte dafür, privaten und öffentlichen Raum zu trennen und den öffentlichen Charakter von Bucht und Badestelle zu erhalten. Wegen möglichen Konfliktpotentials der Nutzergruppen von Hotel und Umkleiden/WC und Restaurant sind auch die Grünen für ein Floating Home-Restaurant. Meyer sprach sich gegen eine Brücke aus, wie sie in der vergangenen Sitzung angeregt worden war, da diese das Restaurant privatisiere und den Blick auf die dahinter liegende lange Promenade verwehre.

Wegen des Höhenunterschieds von 4,20 Meter vom Parkstreifen zur Liegewiese ließe sich auf die Gebäude noch eine dritte Etage draufsetzen. Die jetzige Umkleide sollte erhalten bleiben. „Ein schwimmendes Restaurant wäre super“, meinte Melzer und plädierte ebenfalls für Mehrgeschossigkeit. Einen Architektenwettbewerb fand er zu langatmig.

„Einen Wettbewerb finde ich gut in der Phase, wenn das Hotel gebaut wird“, erinnerte Bürgermeister Lars Winter daran, dass es zum jetzigen Zeitpunkt zunächst einmal um Festlegungen im B-Plan Nr. 63 Fegetasche-Strand gehe. Yorck Wegener (CDU) bezeichnete einen Wettbewerb als charmant und regte an, über den Tellerrand zu schauen.

Sabine Kauf (Grüne) schlug vor, den mobilen Gestaltungsbeirat aus Kiel einzuladen, der in der Infoveranstaltung zur „Baukultur“ genannt worden war. „Wo finden wir das alte Plön wieder, was hat Plön stark gemacht“, appellierte Carsten Gampert (FWG) daran, im Blick zu behalten, was die Gäste an Plön mögen. Ein Wettbewerb mache nur Sinn, wenn Fläche zur Verfügung stehe, sagte Dr. Detlef Erdtmann (FWG). Die Rechtslage zu den Tennisplätzen müsse geklärt werden, schlug er vor, vier Jahre abzuwarten. Jörg Schröder (Die Linke) lobte Meyer für ihre Präsentation und ist ebenfalls dafür, in Stufen zu bauen, die Fläche auszunutzen und die öffentliche Badestelle zu erhalten. „Wir haben nach der letzten Sitzung eine rege Nachfrage von Investoren und Betreibern gehabt“, meldete sich Teamleiter Wolfgang Homeyer zu Wort. Ein Investor werde einen Vorschlag machen, wie das Hotel aussehen könnte. „Diese Ebene sollte Sie jetzt nicht bewegen.“

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