Viele Ideen für alte Schule

Der Altbau der Mahlstedt-Schule ist für das Förderzentrum bald entbehrlich.
Der Altbau der Mahlstedt-Schule ist für das Förderzentrum bald entbehrlich.

Sinkende Schülerzahlen: Andere Nutzungen für den Altbau am Förderzentrum in der Diskussion

shz.de von
08. Mai 2015, 10:51 Uhr

Die Albert-Mahlstedt-Schule hat seit Jahren mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen. Jetzt ist der Rückgang so stark, dass der Altbau ab kommenden Jahr nicht mehr für den Schulbetrieb im Förderzentrum gebraucht wird. Deshalb muss der Schulausschuss in der nächsten Sitzung über die weitere Nutzung entscheiden.

Interessenten und Ideen für die frei werdenden Räume gibt es laut Stadtverwaltung genug. Das Weber-Gymnasium braucht beispielsweise für den Zeitraum der Herrichtung des Altgebäudes an der Mahlstedtstraße für die Oberstufe Ausweichräume. Neben schulinternen Lösungen und Absprachen mit dem Voß-Gymnasium ist, so wird im Rathaus überlegt, dafür auch das Gebäude der Förderschule denkbar. Allerdings steht für diese Arbeiten noch kein genauer Termin fest.

Auch der Bischof-Wilhelm-Kieckbusch-Kindergarten hat Raumbedarf während der Abriss- und Neubauzeit am Dr. Wittern-Gang angemeldet. Hierfür müssten nur entsprechende Toiletten eingebaut und Schallschutzmaßnahmen ergriffen werden, steht in der Verwaltungsvorlage. Der Architekt der Kirchengemeinde ermittelt derzeit die anfallenden Kosten. Der Einbau der Sanitäranlagen wäre auch für weitere Nachnutzungen von Vorteil. Über eventuelle Kosten und den Mietvertrag, der dann mit der Kita zu schließen sei, müsse getrennt beraten werden.

Auch der Eutiner Kinderschutzbund (KSB) als Träger der „Frühen Hilfen“ sucht dringend nach geeigneten und größeren Räumen. Denn das Angebot soll künftig nicht mehr nur für Babys und Kleinkinder gelten, sondern für Kinder bis zu sechs Jahren ausgebaut werden. Deshalb habe der KSB großes Interesse daran, den Altbau der Albert-Mahlstedt-Schule langfristig zum Familienzentrum zu entwickeln.

Die Verwaltung schlägt der Politik die Nutzung der Räume in der genannten Reihenfolge vor. Je nach Bauzeit der Kita könnte der KSB in der zweiten Jahreshälfte 2017 dort einziehen – mit seiner Verwaltung und den verschiedenen pädagogischen Angeboten.

Um Kosten für eine Containerlösung für die „Offene Ganztagsschule“ (OGS) am Kleinen See zu sparen, wurde auch der Wisser-Schule der Altbau für „ihre“ OGS angeboten. Die Räume – vorwiegend Küche, Mensa und Betreuungsräume wurden erst 2008 mit Fördermitteln gebaut – sind laut Verwaltung in einem hervorragenden Zustand und bestens für das Angebot der OGS geeignet. Zumal die OGS der Förderschule voraussichtlich zum Jahresende ausläuft. Die Wisser-Schule lehnte das Angebot jedoch ab.


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