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27. Bluesfest in Eutin : „Viele fühlen sich regelrecht beflügelt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Resümee für die Blues Baltica: Super Stimmung bei Publikum und Musikern.

von
erstellt am 17.Mai.2016 | 04:00 Uhr

Sonne und Regen liegen manchmal dicht beieinander. Das galt in meteorologischer Hinsicht ganz besonders für die Pfingsttage in Eutin und das 27. Internationale Bluesfest. „Petrus hat mir mehr Angst gemacht, als es nötig war,“ sagte gestern Abend Chef-Organisator Helge Nickel. Ein paar Schauer und niedrige Temperaturen ließen sich von denen, die da waren, verkraften. Aber etliche potenzielle Besucher wurden denn doch durch die Vorhersagen abgeschreckt. „Es war unglaublich, wie viele dicke Regenwolken nördlich und südlich an Eutin vorbeigezogesind“, hat Nickel im Regenradar beobachtet.

Er schätzt, dass es nicht 15  000 Menschen waren, die sich an den vier Tagen der Blues Baltica auf dem Markt und bei den abendlichen Sessions im Brauhaus getroffen haben, sondern etwa 2000 weniger. „Das wird sich bei den Einnahmen schon bemerkbar machen.“

Eine gute Nachricht: Es seien augenfällig viele junge Leute im Publikum gewesen, damit sei das anvisierte Ziel – mit modernen Stilformen einer alten Musik auch ein jüngeres Publikum anzusprechen – erreicht worden, frohlockt Nickel.

Erreicht worden sind auch Besucher der Landesgartenschau, insgesamt vier Konzerte von Festivalbands fanden auf dem LGS-Gelände statt. Darunter gestern Mittag die stimmgewaltige Juwana Jenkins, die auf der Bühne am Schloss gut 200 Zuhörer unterhielt und dabei die Nähe zum Publikum nicht scheute. Ein Auftritt der Kalle-Reuter-Band fiel gestern indes wegen Furcht vor zu starken Windes aus.

Kälte und gelegentlich dräuenden Regenwolken zum Trotz: Die Stimmung im Publikum sei einfach wunderbar gewesen, alles sei friedlich geblieben – und das habe sich auch auf die Akteure übertragen, 70 Musiker aus 13 Ländern, die 18 Konzerte gaben: „Viele fühlen sich hier regelrecht beflügelt“, schildert Nickel. Nicht umsonst entschieden sich viele Bands, ein Livealbum zu veröffentlichen, wenn sie die Aufnahmen von ihrem Auftritt hörten.

Drei Abende lang hatten US-Bands den Schlusspunkt unter das jeweilige Bühnenprogramm gesetzt. Gestern Abend gab es eine Session, bei der sich sechs Bands abwechselten – und mit Georg Schroeter und Marc Breitfelder zwei international renommierte Bluesmusiker aus dem Norden als „Gastgeber“ fungierten. Und seit heute fließt durch Eutin wieder die Schwentine und nicht mehr der Mississippi.

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