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Viele Fragezeichen um die Verantwortung für Knickpflege

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 18.Jun.2015 | 15:46 Uhr

Ausufernder Knickwuchs wurde jüngst in der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretung Schönwalde beklagt. Doch die Suche der Kommunalpolitiker nach einem Weg, verlässlich für Abhilfe zu sorgen, blieb ohne klares Ergebnis.

Matthias Hamann wies eingangs auf einen Abschnitt des Kirchnücheler Wegs in Mönchneversdorf hin. Die Äste reichten in einem Kurvenbereich dort so weit über die Fahrbahn, dass Fahrzeuge im Begegnungsverkehr gefährdet würden.

Einige Gemeindevertreter sahen das Ordnungsamt in der Pflicht, den Besitzer der Grundstückes zum Rückschnitt aufzufordern und nötigenfalls eine kostenpflichtige Ersatzvornahme anzuordnen. Dies sei allerdings nicht so einfach durchzusetzen, entgegnete Amtsleiter Wolfgang Kocks. So hätten in der Vergangenheit angesprochene Landwirte oft die Knickverordnung des Umweltministers Habeck zitieren, wonach ein „Trimmen“ des Knicks durch senkrechten Schnitt nicht zulässig sei. Dabei lasse die Verkehrssicherungspflicht durchaus eine Ausnahme von der Verordnung zu, stellte Kocks klar.

Peter Seehusen (SPD) schlug erneut vor, das Beschneiden der Knicks entlang der Straßen im Namen der Gemeinde zu beauftragen. Die entstehenden Kosten sollten mittels Satzung auf die Anlieger umgelegt werden. Damit stieß er aber auf wenig Gegenliebe. Anwohner Jens Reese und Michael Schumacher (CDU) sahen darin eine Belohnung für die Faulen und eine Bestrafung für die, die ihren Pflichten heute schon nachkommen und Zeit in die Knickpflege investieren. Dafür wollten sie zukünftig nicht zahlen müssen.

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