Eutin : Viele Fragen noch zum Schlosshotel

Informationsveranstaltung zu der Bauleitplanung

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15. Juni 2013, 09:24 Uhr

Eutin | Der Projektplan ist ehrgeizig: Ende 2015 soll das neue Hotel an der Stadtbucht fertig sein, damit der Betrieb zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2016 rund läuft. Doch wie viele Stolpersteine bis dahin Investoren und Planer noch aus dem Weg zu räumen haben, das wurde am Donnerstagabend im Gemeindesaal an St. Michaelis deutlich: Von der Erschließung über die Architektur bis zur Nutzbarkeit eines Veranstaltungssaales gibt es viele Fragezeichen.

Gut 50 Interessierte waren der Einladung der Stadt gefolgt zu einer vorgezogenen Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung, die Anfang Mai gestartet wurde. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz stellte einleitend klar, dass es nicht um das Für und Wider der politisch einstimmig angeschoben Planung gehe, sondern um erste Anregungen und kritische Hinweise dazu.

Stadtplaner Torsten Beims hob als grundsätzliche Absicht hervor, mit dem B-Plan Nr. 124 ein Hotel in attraktiver Lage zu etablieren. Der Geltungsbereich des B-Plans umfasst das städtische Grundstück der Schlossterrassen inklusive des Parkplatzes am Schloss. "Der Standort hat es in sich", sagte Beims.

Auch der von der Projektgesellschaft mit der Hochbauplanung betraute Architekt Erich Schneekloth konzedierte: "Diese Aufgabe ist eine große Herausforderung." Er wolle sie aber angesichts der Nähe zu vielen Denkmälern "entsprechend verantwortungsvoll" lösen. Er erläuterte die bereits bekannten Vorstellungen zur Umnutzung des Marstalles, zum Neubau eines dreistöckigen Bettenhauses im Gartenbereich und eines innen fünf Meter hohen Multifunktionssaales auf Seeniveau an der Stadtbucht.

Die Projektbeauftragte Katharina Berges stellte für die Saalnutzung "moderate Bedingungen" in Aussicht, verhehlte aber nicht, dass sich der Betrieb rechnen müsse. Bürgermeister Schulz betonte, dass auch die Stadt bei einer überfälligen Sanierung der Schlossterrassen nicht mehr nur die bisherige Saalmiete verlangen könnte: "Wir müssten natürlich die Kosten überwälzen."

Die öffentliche Nutzbarkeit eines dem Hotel unterstehenden Saales stand ebenso zur Debatte wie der Schutz von Bäumen und die Wirkung der Neubauten. Zum Thema, wie sich die Stadt gegen finanzielle Unzulänglichkeiten der Projektbetreiber absichere, sagte Bau amtsleiter Bernd Rubelt: "Wir werden bald Sicherheiten fordern. An der Stelle entscheidet sich alles."

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