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Sielbeck : Viel Unmut bei der Sielbecker Dorfversammlung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dorfschaft wirft Eutiner Bürgermeister Versäumnisse in Sachen Bauhof vor. Kritik wird auch an der Preisgestaltung der Gartenschau geübt

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erstellt am 28.Aug.2014 | 13:01 Uhr

Es war kein schöner Abend für Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Erst musste er sich bei der Sielbecker Dorfversammlung Vorwürfe von Dorfvorsteher Martin Syring wegen nicht schnell genug erledigter Aufgaben des Bauhofes anhören. Und anschließend hagelte es für ihn und Martin Klehs, Leiter der Geschäftsstelle der Landesgartenschau, Kritik an der Preisgestaltung der Schau.

Bei der Dorfbegehung am 29. Juli waren mehrere Aufgaben notiert worden, um die der Eutiner Baubetriebshof sich zeitnah kümmern sollte. Auf der Liste standen etwa der Schnitt einer auf den Gehweg wuchernden Hecke in der Eutiner Straße oder die Reparatur von kaputten Steinen an der Uferpromenade. „Nach vier Wochen ist noch immer nichts passiert. Das ist für mich nicht zeitnah“, kommentierte Syring. Bürgermeister Schulz hingegen nahm die Mitarbeiter des Bauhofes in Schutz und verwies auf die vielen Aufgaben, die zu erledigen seien. Für Sielbeck hatte er lobende Worte: „Der Ort präsentiert sich gut und ist dank des ehrenamtlichen Einsatzes auf einem guten Weg“, so Schulz. Trotzdem habe er bei den Ausführungen des Dorfvorstehers kein gutes Gefühl gehabt.

Das dürfte auch beim nächsten Tagespunkt nicht besser geworden sein. Da nämlich stellte Martin Klehs den rund 35 anwesenden Sielbeckern noch einmal die aktuellen Planungen zur Landesgartenschau 2016 vor. Insgesamt stehe für die Umsetzung ein Budget von sieben Millionen Euro zur Verfügung, das allerdings komplett durch die Eintrittspreise und Sponsorengelder refinanziert werden müsse, schilderte Klehs. „Dafür sind wir auf jeden Cent angewiesen“, erklärte er und machte gleichzeitig deutlich, dass es für Eutiner zwar Ermäßigungen geben, aber keine kostenlose Nutzung des Gartenschaugeländes geben werde. Und genau dies missfiel den Sielbeckern. Denn immerhin handele es sich ja um ein Gelände, das der Stadt und damit eigentlich den Bürgern gehöre. Wenn die dann plötzlich für die Nutzung eines bisher frei zugänglichen Areals zahlen müssen, dann sei das eine Unverschämtheit und modernes Raubrittertum.

„Es ist unternehmerisch ja schon sensationell, wenn ich eine ganze Stadt in Geiselhaft nehmen kann“, machte ein Sielbecker seiner Wut Luft. „Wir nehmen nicht nur, wir bieten auch eine ganze Menge“, hielt Bürgermeister Schulz dagegen. Und auch auf das Argument, dass sich viele Eutiner selbst die ermäßigten Karten nicht leisten könnten, ging er ein: „Wir müssen als Stadt noch eine Diskussion führen, ob wir der Gartenschaugesellschaft eventuell einen Zuschuss zahlen, damit die Karten für Bedürftige günstiger werden.“

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