Eutin : Viel Lob für Wohnmobilstellplatz

Sie haben den „Sahneplatz“ ganz vorne mit Blick auf den Großen Eutiner See. Manuela Velten und Willi Lautenschläger aus den Nähe von Koblenz genießen die letzten Sommertage mit Hund „Bundy“.
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Sie haben den „Sahneplatz“ ganz vorne mit Blick auf den Großen Eutiner See. Manuela Velten und Willi Lautenschläger aus den Nähe von Koblenz genießen die letzten Sommertage mit Hund „Bundy“.

Stadt ist zufrieden mit der Auslastung des Reisemobilparks am Großen Eutiner See: Mehr als 1000 Übernachtungen bislang. Über einen Brötchenbringdienst wird nachgedacht.

shz.de von
24. September 2018, 10:32 Uhr

Schon im ersten Vierteljahr konnte die 1000. Übernachtung gezählt werden. Seit der Einweihung im April 2018 entwickelt sich der Reisemobilpark Eutiner See zu einem Erfolgsmodell. Der Platz hat seine Fans gefunden. „Wir sind mit der Auslastung sehr zufrieden“, freut sich Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt.

Zum gelungenen Auftakt trug sicher auch der endlose Sommer bei. Aber nicht nur: „Hier stimmt einfach alles. Die Top-Lage in der Natur direkt am See und dann haben wir auch noch den Sahneplatz direkt mit freiem Blick aufs Wasser bekommen. Einfach klasse“, schwärmt Willi Lautenschläger (56) aus der Nähe von Koblenz. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Manuela Velten und Hund „Bundy“ wollen sie die Holsteinische Schweiz mit dem Rad erkunden. Seit fünf Jahren unternehmen sie Wohnmobil-Reisen und haben Vergleichsmöglichkeiten. Ihr Urteil über den Eutiner Reisemobilpark: „Eine glatte Eins.“

Besser gehe es kaum, das finden auch Sabine und Ulf Burmeister aus Kanada. „Der Platz ist superschön“, sagt Sabine Burmeister. Das Ehepaar erkundet im Ruhestand die alte Heimat. Vor rund 30 Jahren in die kanadische Provinz Britisch-Kolumbien an der Küste des Pazifischen Ozeans ausgewandert, nehmen sie sich jetzt zwei Monate lang Zeit, um Deutschland und Europa zu erkunden. Sabine Burmeister ist in Eckernförde geboren, ihr Mann in Kronsforde. Eutin und Umgebung gefällt ihnen sehr gut. Man sei in der Natur und auch gleich in der Stadt. Ulf Burmeister fährt morgens schnell mit dem Rad zum Brötchenholen. Zuhause müssten sie 60 Kilometer mit dem Auto bewältigen bis zum nächsten Bäcker. Übrigens: Ein Brötchenbring-Dienst auf dem Platz, wobei die Bestellung möglicherweise kombinierbar mit der Chipkarte gleich beim Einchecken aufgegeben werden kann, werde zur nächsten Saison überlegt, erklärt die Stadtmanagerin. Gespräche dazu laufen noch. Von dem Kartensystem mit dem bargeldlosen Bezahlen ist Ulf Burmeister begeistert und vom Service auf dem Platz: „Einmal ist kurz das kostenlose W-LAN ausgefallen. Das wurde ganz schnell wieder gerichtet.“

Die Eutin GmbH hat die Vermarktung des Platzes übernommen und ist erfreut über die große Nachfrage. Die 24 Stellplätze mit Strom-, Ver- und Entsorgungsanschlüssen sowie einem barrierefreien Servicegebäude mit Toiletten und Duschen werden von den Stadtwerken Eutin bewirtschaftet. „Dieser Wohnmobilplatz wertet den Standort Eutin weiter auf. Wir befinden uns hier an einer Schnittstelle zwischen unserer Kernkompetenz Technische Infrastruktur und Tourismus“, hatte Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke bei der Einweihung erklärt. Für den Bau des Reisemobilplatzes hatten die Stadtwerke 476 000 Euro investiert. „Das hat sich gelohnt“, finden die befragten Camper und wollen irgendwann noch einmal wiederkommen.



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