Ostholstein : Viel Arbeit für die Einsatzkräfte

Das Restaurant „Fischerklause“ brannte auf einem Campingplatz bei Neukirchen in der Nacht ab.
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Das Restaurant „Fischerklause“ brannte auf einem Campingplatz bei Neukirchen in der Nacht ab.

Die Einsatzstatistik: Mehrere umgestürzte Bäume, ein Feuer in einem Restaurant, ein Unfall mit drei Verletzten und ein Wasserrohrbruch

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26. Dezember 2017, 19:20 Uhr

Das lange Weihnachtswochenende sorgte in Ostholstein für so manchen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Sorgten Sturmböen zu Beginn des Weihnachtsfestes für so manchen entwurzelten Baum, bestimmten ein Feuer auf einem Campingplatz in Neukirchen und ein Unfall auf der B 202 bei Weißenhaus an den Weihnachtsfeiertagen das Einsatzgeschehen. Offensichtlich fingen in diesem Jahr keine Weihnachtsbäume in den Wohnstuben Feuer.

Bereits am Sonnabend musste die Freiwillige Feuerwehr Eutin ausrücken. Ein Autofahrer hatte gegen 12.45 Uhr von einer Tankstelle in der Bürgermeister-Steenbock-Straße aus eine Ölspur durch die Stadt „gezogen“. Die Einsatzkräfte streuten die betroffenen Flächen ab und entschärften so die Gefahrensituationen im Straßenverkehr.

Sturmböen hatten am Sonnabend auch für so manchen entwurzelten Baum gesorgt, um den sich die Feuerwehren kümmern mussten. Gegen 11 Uhr war in der Lübecker Straße in Ahrensbök ein Baum auf die Straße gestürzt. Auch in Altgalendorf (An der Wasch), Klenzau (Wisser-Straße), Oldenburg (Danziger Straße), Neustadt (Rettinger Weg) oder dem Karlshof in Wangels mussten Bäume vor dem Sturz bewahrt und von den Straßen geholt werden.

Ein Feuer vernichtete am frühen ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) die Gaststätte „Fischerklause“ in Neukirchen. Aufmerksame Dauercamper hatten das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Etwa 40 Blauröcke aus Neukirchen und Heringsdorf wurden noch mit dem Stichwort „Wohnwagenbrand“ zum Einsatzort alarmiert. Doch beim Eintreffen war schnell klar, dass die dortige Gaststätte in voller Ausdehnung brannte.

„Wir ließen sofort auf die nächste Alarmstufe erhöhen, so dass weitere Einsatzkräfte aus Heiligenhafen mit der Drehleiter zum Einsatzort eilten“, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hasselmann. Schwierigkeiten gab es bei der Wasserversorgung, da mehre hundert Meter an Schlauchleitungen zum Brandort verlegt werden mussten. „Ebenfalls haben wir eine Leitung direkt zur Ostsee gelegt, um genügend Wasser an der Einsatzstelle zu haben“, erklärt Hasselmann weiter. Da die Dachkonstruktion durch die schnelle Ausbreitung der Flammen nach und nach einstürzte, kamen die Einsatzkräfte nur schwer an den Brandherd heran. Der böige Südwestwind entfachte zusätzlich das Feuer immer wieder neu. Ein Bagger übernahm im weiteren Verlauf des Einsatzes das Einreißen der übrig gebliebenen Dachteile, um einen Zugang zu den letzten Glutnestern zu ermöglichen.

Bei einem Unfall auf der B 202 bei Weißenhaus sind am ersten Weihnachtsfeiertag drei Menschen verletzt worden. Vermutlich bei einem Überholmanöver war ein VW Bora nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung herunter gestürzt. Ein Baum wurde durch den Aufprall aus dem Erdreich gerissen. Zwei Insassen befreiten sich selbst aus dem Fahrzeug, eine Person war durch die Lage des Fahrzeugs leicht eingeklemmt. „Wir befreiten den Verletzten durch das Schiebedach“, sagte Einsatzleiter Frank Wohlert. Der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot zur Stelle. Insgesamt sechs Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber mit dem Leitenden Notarzt kümmerten sich um die Verletzten. Zwei Männer wurden leicht verletzt und eine Frau schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik geflogen.

Währen der Rettungsmaßnahmen war die B202 komplett gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Die Feuerwehr war mit 50 Einsatzkräften und der Rettungsdienst mit etwa 20 Kräften vor Ort. Die genaue Unfallursache muss nun die Polizei klären. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden.

Der gestrige zweite Weihnachtsfeiertag begann für die Einsatzkräfte der Malenter Feuerwehr gegen 8.50 Uhr. Die Janusallee stand unter Wasser, lautete die Meldung. Das hatte natürlich seinen Grund: es war ein Wasserrohr in zwei Meter Tiefe zerborsten. Für drei Häuser in der Janusallee bedeutete das für einige Stunden Wasserausfall. Tobias Wodi und Dirk Ehmke von den Gemeindewerken Malente behoben den Schaden zuverlässig. Arne Jappe & Michael Kuhr

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