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Eutin : VHS Eutin:Programme spurlos verschwunden

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Volkshochschule schlägt Alarm: Die Verteilung der Hefte klappte in der Region längst nicht so lückenlos wie geplant.

Alarmstimmung in der Volkshochschule der Stadt Eutin: Sie forscht bisher vergeblich nach dem Verbleib des Großteils ihrer neuen Programmhefte. VHS-Leiterin Antje Bunse rauft sich die Haare:„Niemand weiß, ob die hinterm Knick, im See oder sonstwo liegen.“

Fakt ist: 22400 Exemplare wurden gedruckt und an eine externe Vertriebsfirma geliefert. Doch gelandet sind davon in den Haushalten in und um Eutin nur wenige. Entsprechend schleppend gehen jetzt die Anmeldungen für das Mitte September beginnende Kursangebot ein. „Es ist unfassbar, wie still das Telefon ist. Sonst hatten wir zum Anmeldungsstart bis zu 500 Anrufe täglich“, sagte Bunse gestern.

Ihre Erklärung: Es muss etwas gewaltig schief gelaufen sein bei der Verteilung der Programme. Diesen Verdacht bestätigen ihr massenhafte Reaktionen auf eine Umfrage per E-Mail an 3800 Höreradressen: Bis gestern gingen im VHS-Büro 1200 Fehlmeldungen aus der Region ein.

Dabei sollte das Programmheft vom 5. bis zum 15. August Haus für Haus in Eutin, Süsel, Malente, Ahrensbök, Kasseedorf und Schönwalde verteilt worden sein. Damit hatte die Volkshochschule Mitte Juli einen externen Dienstleister beauftragt, nachdem ein jahrelang damit betrautes Unternehmen diese Aufgabe kurzfristig abgelehnt hatte.

Die neue Firma verfüge über gute Referenzen, die Absprachen mit dem für 16 Austräger zuständigen Gebietsvertreter seien tadellos gelaufen, so Bunse. Doch mit der Auslieferung der jeweils 212 Gramm schweren Hefte, die auf neun Paletten gestapelt waren, hätten die Probleme begonnen: Trotz aller Nachfragen gebe es von der Firma immer noch keine stichhaltige Erklärung für die offenkundig nur sporadisch erfolgte Verteilung. Jetzt hat Bunse einen Rechtsanwalt eingeschaltet: „Wir verlangen einen Ersatz für unsere Kosten.“

Neben dem finanziellen Schaden drohen der Volkshochschule Einbußen bei ihren traditionell hohen Teilnehmerzahlen. „Die Programmhefte sind unverzichtbar als Werbung für uns. Die Leute wollen darin blättern, sich anregen lassen. Übers Internet erreichen wir vor allem viele ältere Menschen einfach nicht“, betonte Bunse. Deshalb sollen so schnell wie möglich 5000 Exemplare nachgedruckt werden, die in öffentlichen Einrichtungen ausgelegt werden sollen. Dort sind bereits jetzt die Programmhefte zu finden, die direkt an die VHS geliefert worden waren. Restbestände davon können Interessierte jetzt noch im VHS-Büro (Plöner Straße 19) abholen. Eines stimmt Bunse zuversichtlich: „Viele unserer Hörer bieten spontan Hilfe an. “

 

 

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erstellt am 21.Aug.2015 | 04:30 Uhr

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