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Eutin : VHS bringt Flüchtlingen Deutsch bei – weitere Finanzierung ungewiss

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Finanziert wird der mittlerweile zweite Kurs der VHS Eutin mit Landesmitteln und vom Europäischen Flüchtlingsfonds.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 15:44 Uhr

Rund zehn bis zwölf Flüchtlinge kommen allein pro Woche im Kreis Ostholstein an. Damit sie sich auch in ihrer neuen Umgebung orientieren und verständigen können, haben die Volkshochschulen an 44 Stellen im Land (drei davon im Kreis) den Staff-Kurs (Starterpaket für Flüchtlinge) ins Leben gerufen. Zusammen mit 18 anderen Flüchtlingen lernen Ali H. (24) aus Eritrea und Ayman A. (32) aus Syrien in Eutin die wichtigsten Grundlagen: Von „Wo kann was beantragt werden“ bis „Wie funktioniert die medizinische Versorgung vor Ort“.

Finanziert wird der mittlerweile zweite Kurs der VHS Eutin mit Landesmitteln und vom Europäischen Flüchtlingsfonds. Kursleiterin Sophia Schutte: „Leider ist die Weiterfinanzierung für den nächsten Kurs noch nicht gesichert, auch für Aufbaukurse fehlen die Mittel.“ Dabei seien die Flüchtlinge so motiviert, Deutsch zu lernen. Uwe Wille vom Kreis-Fachdienst für Migration: „Sie leben mitten unter uns. Sprache ist der Schlüssel für Begegnungen und die sind Voraussetzung, um Vorurteile abzubauen – auf beiden Seiten.“

Ayman A. (32) aus Syrien ließ seine dreijährige Tochter zurück, die heute mit einer Tante in Ägypten ist. Ali H.’s Frau und Mutter leben noch in Asmara, der Hauptstadt Eritreas. Wann sie ihre Familien wiedersehen, ist ungewiss. Umso wichtiger sei die Gemeinschaft im Kurs.


Ein Sprachkurs kostet 1700 Euro, wer spenden möchte oder Sprachpate werden will, wendet sich an
Uwe Wille (Tel. 04521/788-626).

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