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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 05:00 Uhr

VHS Bosau ist ab Juli ohne Leitung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der gemeindliche Schulausschuss lehnte in nicht öffentlicher Sitzung den einzigen Bewerber und Gemeindevertreter Max Plieske ab

von
erstellt am 15.Jun.2015 | 10:40 Uhr

Gerät die Bosauer Volkshochschule in Turbulenzen? Oder wird sie zur Fusion freigegeben? Fest steht: VHS-Leiter Jürgen Behnke gibt nach achtjähriger Amtszeit am 30. Juni seinen Posten ab. Doch ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Jedenfalls nicht für die Mitglieder des gemeindlichen Schul-, Sozial-, Kultur- und Jugendausschuss (SSKJ) unter dem Vorsitz von Burkard Klinke (SPD). Sie lehnten in der vergangenen Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Bewerber ab.

„Bereits im Januar habe ich meinen Abschied vom Amt des Bosauer VHS-Leiters der Gemeinde bekannt gegeben“, sagte Jürgen Behnke dem OHA. So hatte die Gemeinde Bosau fast sechs Monate Zeit, einen Nachfolger zu suchen. Auf eine Ausschreibung der Stelle hatte sich ein Bewerber gemeldet: Max Plieske, Gemeindevertreter der Grünen in der Bosauer Gemeindevertretung. Nach OHA-Informationen haben nur die Grünen für Plieske als neuen VHS-Leiter bei der Abstimmung im SSKJ gestimmt. SPD, CDU und FDP sollen sich gegen ihren Kollegen aus der Gemeindevertretung ausgesprochen haben.

Burkhard Klinke bestätigte den Vorgang. „Es wurde mehrheitlich beschlossen, die Stelle neu auszuschreiben, weil nur eine Bewerbung vorlag“, begründete er die Ablehnung. Der Ausschuss wolle Alternativen haben und auswählen können. Für den Bestand der VHS in Bosau sieht Burkhard Klinke indes keine Gefahr: „So lange, bis wir einen neuen VHS-Leiter gefunden haben, kann der Beirat die VHS leiten.“ Die Stelle soll nur mit „mit einer neuen Strategie“ ausgeschrieben werden. Man darf gespannt sein.

Klinke, der sich als SPD-Gemeindevertreter im OHA-Gespräch selbst als Befürworter einer Fusion der VHS Bosau mit der VHS Eutin bezeichnet, will nun erst einmal neue Bewerbungen um die VHS-Leitung abwarten. Die Fusion sei nur ein Denkmodell, was noch mit den anderen Fraktionen abgestimmt werden müsse. Dennoch: Die VHS Bosau laufe gut, aber man müsse auch weiter denken.

Enttäuscht über die Ablehnung seiner Bewerbung um die Stelle des VHS-Leiters ist der grüne Gemeindevertreter Max Plieske aus Hutzfeld: „Für solche Spielchen stehe ich nicht zur Verfügung.“ Er hat nach eigenen Angaben seine Bewerbung wieder zurückgezogen. Und Jürgen Behnke stellte klar, dass er für eine Verlängerung seines Amtes nicht zur Verfügung steht. Und die Fusion? Behnke entschlossen: „Solange mein Vorstand und ich der VHS vorstehen, wird das nicht passieren.“

Die Vorgänge um die Bosauer VHS-Leitung werden bestimmt auch Thema der nächsten Vorstandssitzung am Donnerstag sein. Es soll dort aber auch übers neue Programmheft für das bevorstehende Herbstsemester gesprochen werden. Die VHS Bosau besteht seiet fast 38 Jahren und hat im vergangenen Jahr noch mit rund 900 Teilnehmern und etwa 1800 Unterrichtseinheiten sehr gute Zahlen vorgelegt. Sie zählt damit nicht mehr zu den kleinen Einrichtungen der VHS auf Landesebene.

 

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