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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 20:41 Uhr

Eutin : Verzaubert vom Weihnachtsmärchen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jung und Alt hatten viel zu lachen beim „Zauberer von Oz“ / Eutiner Theatergruppe Mischpoke zog auf der Binchen-Bühne alle Register

Nicht denken zu können liegt manchmal einfach nur am falschen Hut. So lautet jedenfalls eine Erkenntnis aus dem 18. Weihnachtsmärchen des Eutiner Theaters „Mischpoke“. Am Sonnabend hatte dessen Variante des „Zauberers von Oz“ unter der Regie des Vereinsvorsitzenden Alexander Grau Premiere im Kulturkino Binchen.

Diese Aufführung sorgte nicht nur bei den kleinen Besuchern für Vergnügen. Lachten anfangs besonders die Erwachsenen, etwa über das Lied des Blechmannes (Holger Schröder), in dem er sich über die allgegenwärtige Rostgefahr beklagte, so dauerte es nicht lange, bis auch die vielen Kinder im Publikum klatschten und lachten. Aber wer könnte bei einer bösen Hexe (Bettina Frost), die einem feigen Löwen (Nicolas Dafeldecker) in den Schwanz beißen will oder den Blechmann mit einem Dosenöffner bedroht, auch ruhig bleiben?

Lavinia und Laurentia Peci aus Eutin jedenfalls nicht. Angst hätten sie nicht gehabt, sagten die beiden sechs und elf Jahre alten Schwestern. „Nur als die Hexe geschrien hat, habe ich mich ein wenig erschrocken“, gab Laurentia zu. Für Familie Peci gehört ein Besuch des Eutiner Weihnachtsmärchens inzwischen zur Familientradition.

Für Pia und Hendrik Hagemeister aus Bad Segeberg könnte es vielleicht eine werden. Die acht und sechs Jahre alten Geschwister waren gemeinsam mit ihren in Eutin lebenden Großeltern Elke und Manfred Garschke das erste Mal im Weihnachtsmärchen. Der Zauber der Aufführung aber hatte auch sie schnell gefangen. So sehr, dass die Geschwister nicht nur mitsangen und -klatschten, wenn Dorothy (Anna Dwuzet), die Vogelscheuche (Uwe Wallbrecht), der Blechmann und der Löwe auf ihrem Weg zur Smaragdstadt durch das Publikum liefen und „Komm mit, wir geh´n zum Zauberer von Oz“ sangen. Pia konnte sich sogar vorstellen, später einmal selbst in einem Weihnachtsmärchen auf der Bühne zu stehen. Selbstverständlich in der Rolle der mutigen Dorothy.

Die schafft es am Ende natürlich, die böse Hexe zu besiegen und in ihre Heimat Kansas zurückzukehren. Davor aber liegt die Erkenntnis, dass die Erfüllung ihrer Wünsche in ihrer eigenen Hand (oder in ihren eigenen roten Glitzerschuhen) liegt. Und auch der Blechmann, die Vogelscheuche und der Löwe erkennen, dass ihre sehnlichen Wünsche nach einem Herz, nach Verstand und Mut bereits längst erfüllt sind. Manchmal muss man eben erst einen Denkerhut aufsetzen, um zu erkennen, dass man bereits viel Verstand besitzt.

Weitere Termine: 6., 7., 13., 14., 20. und 21 Dezember.



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erstellt am 30.Nov.2014 | 17:48 Uhr

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