Verwirrung ums Ehrenmal in Griebel

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05. Dezember 2014, 11:01 Uhr

Wird es in Griebel bald kein Ehrenmal mehr geben? Vor der Frage, es zu erhalten oder zu veräußern, stehen derzeit Kasseedorfs Gemeindevertreter.

Überrascht reagierten jedenfalls die Mitglieder des Finanzausschusses, als zwei Griebeler Bürger in der Einwohnerfragestunde nach dem Bearbeitungsstand ihres Kaufangebotes für das Grundstück des Ehrenmals fragten. Etwa zwei Monate zuvor hätten sie nach einer Anfrage des SPD-Fraktionsmitglieds Frank Pahl, ob Interesse an der Fläche bestünde, eine offizielle Anfrage an die Gemeinde gestellt. Sie würden das Grundstück, das nach ihrer Wahrnehmung die meiste Zeit des Jahres ein eher kümmerliches Dasein fristet und schon mehrmals beschädigt wurde, gerne nutzen, um die Zufahrt zur Tierarztpraxis breiter und übersichtlicher zu gestalten.

Der Vorgang befinde sich it noch in der Prüfung in der Verwaltung, erklärte Bürgermeisterin Regina Voß (SPD). Auch wenn die Pflege des Ehrenmals in Griebel „nicht ganz einfach sei“, müsse zunächst der Verbleib des Steines mit den Namen der Gefallenen geklärt werden.

Dass dazu die Meinungen innerhalb des Dorfes doch weiter auseinander gehen, als man ihnen dies ursprünglich zugetragen habe, haben nach eigenem Bekunden auch die Kaufinteressenten inzwischen bemerkt. Sie bekräftigten noch einmal, nicht aus eigenen Stücken zur Kaufabsicht gekommen zu sein. Vielmehr hätten sie den Eindruck gewonnen, der Gemeinde einen Gefallen tun zu können. Wenn die Dorfgemeinschaft auf das Ehrenmal am jetzigen Standort bestehe, könne man gut damit leben. Nun sind die Gemeindevertreter gefragt.

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