Eutin : Verwirrspiel mit Witz

Der liebestolle Jupiter möchte mit Alkemene eine göttergleiche Liebesnacht erleben. Foto: kulturbund
Der liebestolle Jupiter möchte mit Alkemene eine göttergleiche Liebesnacht erleben. Foto: kulturbund

"Amphitryon" von Heinrich von Kleist verspricht Dialogwitz bis zum letzten Wort.

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23. November 2011, 12:19 Uhr

Eutin | Die klassische Komödie "Amphitryon" von Heinrich von Kleist zeigt der Kulturbund am Sonnabend, 26. November, ab 20 Uhr im Theater am Schloss. Es handelt sich um eine Inszenierung des Theaters Poetenpack aus Potsdam. Die Regie führt Justus Carriere, in den Rollen zu sehen sind Philipp Eckelmann, Philippine Pachl, Andreas Hueck, Theo Vadersen, Johanna Lesch und Ralf Bockholdt.

In seiner schönsten Komödie schickte Kleist den liebestollen Jupiter auf die Erde, um mit Alkemene, der schönen Frau des thebanischen Feldherrn Amphitryon, eine göttergleiche Liebesnacht zu erleben - natürlich in der Gestalt ihres Ehemannes, damit Alkemene keinen Verdacht schöpft. Götter können so etwas zwar, aber in die Zukunft blicken können sie augenscheinlich nicht, sonst hätte Jupiter gewusst, dass Amphitryon unversehens vor der Tür seines Hauses stehen würde. Und das Ganze wird noch dadurch verwirrender, dass sein Götterbote Hermes in die Gestalt von Amphitryons Diener Sosias geschlüpft ist - eine doppelte Dopplung sozusagen, eine göttergleiche Identitätskrise. Kleist ersinnt in der chaotischen Konstellation immer wieder neue raffinierte Wendungen und garniert bis zum letzten Wort die Handlung mit einem funkelnden Dialogwitz.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info am Markt und an der Abendkasse. Da im Schloss die "Werkstatt der Engel" stattfindet, steht der Schlossparkplatz für die Theaterbesucher an diesem Abend nicht zur Verfügung. Die Besucher sollten also am Stadtgraben, am Ihlpool oder dem Parkplatz am Jungfernstieg parken.

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